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Prüfung Bauvertrag Architekt


| 21.09.2017 11:33 |
Preis: 60,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir stehen kurz vor Erteilung der Baugenehmigung und werden das Haus mit einem Architekten bauen, der die einzelnen Gewerke vergibt.
Er hat ein Standard-Auftragsformular entworfen, das für jedes Gewerk gleich ist.
Wir bitten Sie um Prüfung, ob dieses Formular alle notwendigen Formulierungen enthält und uns optimal absichert - auch bezüglich der notwendigen Bürgschaften ( fehlt eine Vertragserfüllungsbürgschaft bzw. ist sie notwendig?)

Bitte teilen Sie mir Ihre email-Adresse mit, damit ich Ihnen den Vertrag zumailen kann.
.
Das Bauvorhaben ist in Brandenburg, der Archtiekt und der Gerichtsstand ist in Berlin.

Vielen Dank.
21.09.2017 | 12:11

Antwort

von


1043 Bewertungen
Johannisbollwerk 20
20459 Hamburg
Tel: 040/31797380
Web: www.kanzlei-roth.de
E-Mail:
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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Meine E-Mail-Adresse: info@kanzlei-roth.de

Gerne höre ich von Ihnen.


Mit freundlichen Grüßen
Karlheinz Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -


Nachfrage vom Fragesteller 25.09.2017 | 08:39

Sehr geehrter Herr Roth,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

Wir haben übers Wochenende versucht, den Vertrag unter Berücksichtigung Ihrer Tips zu vervollständigen. Leider ist es uns
aufgrund der Ausführlichkeit der VOB nicht vollständig gelungen.

Allerdings sind Vertragsstrafen unserer Meinung nach vereinbart.

Haben Sie vielleicht einen Tip für uns, ob es Standardformulare oder Checklisten für Endverbraucher gibt, an denen man
sich orientieren kann?
Es kann doch eigentlich nicht sein, dass jeder Bauvertrag individuell aufgesetzt und anwaltlich geprüft werden muss...

Sie würden uns damit sehr helfen.

Vielen Dank für Ihre Mühe und mit freundlichen Grüßen,

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.09.2017 | 09:43

Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie müssen immer den Einzelfall sehen, so dass nicht empfehlenswert ist, sich aus dem Internet irgendeinen Vertrag herunterzuladen und diesen dann zu verwenden.

Hier geht es im Einzelnen stets um juristische Fragen, die von einem Laien nicht einmal ansatzweise beantwortet werden können.

Sie können aber bspw. einen Vertrag unter

http://www.ibu-lenhard.de/download/VergabePrax_07-05.pdf

einsehen.

Ohne fachliche anwaltliche Hilfe bei der Erstellung eines Vertrages sind rechtliche Probleme programmiert. Sie können selbstverständlich selbst entscheiden, ob Sie auf die Dienste eines Anwalts zurückgreifen wollen.


Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

Ergänzung vom Anwalt 21.09.2017 | 16:46

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich habe die mir überlassenen Unterlagen eingesehen.

Es handelt sich nach diesseitiger Auffassung um einen recht schlanken Vertrag, bei dem Ihre Interessen leider nicht ausreichend abgebildet werden.
Da diverse Anlagen verwendet werden, muss eine entsprechende deutlichere Vorrangklausel in den Vertrag bspw. nachfolgenden Inhalts.

"Der Aufragnehmer unterwirft sich diesen Vertragsbedingungn für alle gegenwärtigen und zukünftigen Aufträge, Arbeiten und Leistungen, die sich auf die Errichtung dieses Bauvorhabens beziehen."

Es wurde die VOB/B vereinbart. Das Vertragswerk setzt nicht unerhebliche Kenntnisse voraus. Vor diesem Hintergrund sollten Sie das Vorhaben durch einen erfahrenen Kollegen begleiten lassen. Das ist aus meiner Erfahrung stets gut investiertes Geld.

Zu achten wäre auf einen verbindlichen Fertigstellungstermin und auf eine Regelung, wenn ein Verstoß gegen § 5 Absatz 1 bis 3 VOB/B vorliegt.
Der Auftragnehmer müsste ein Bautagebuch führen, in das Sie laufend Einsicht nehmen können.

Bei den Zahlungsraten sollte darauf geachtet werden, dass Zahlungen nur entsprechend dem Baufortschritt geleistet werden. Darüber hinaus wäre es auch sinnvoll für jede Zahlung eine Teilabnahme durchzuführen, damit Sie sehen können, ob die Leistung mängelfrei erbracht worden ist.
Zum Bereich der Abnahme enthält der Vertrag nur ungenügende Ausführungen.
Gleiches gilt für die Sicherheitsleistung. Hier müsste im Vertrag eine Vertragserfüllungssicherheit vereinbart werden. Hier kommt es auf § 17 VOB/B an.

Auch zur Haftung sind keine Angaben gemacht worden, insbesondere im Hinblick auf die Haftung für die Erfüllungs- und Verrichtungsgehilfen des Auftragnehmers.
Hier ist es sinnvoll zu regeln, dass er Auftragnehmer sich nicht darauf berufen kann, dass er bei der Auswahl vorgenannten Personen und bei deren Überwachung die im Verkehr übliche Sorgfalt beachtet habe.

Es wurde auch keine Vertragsstrafen vereinbart.

Insgesamt ist der Vertrag wenig auftraggeberfreundlich, so dass ich empfehle, die Vertragsklauseln anders zu regeln.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte. Fragen Sie gerne nach, wenn etwas unklar geblieben ist, damit Sie hier zufrieden aus der Beratung gehen.
Einer positiven Bewertung sehe ich entgehen. Gerne höre ich von Ihnen.


Mit freundlichen Grüßen
Karlheinz Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -
Bewertung des Fragestellers 25.09.2017 | 11:03


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