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Provisionszahlung Recruiter


18.03.2017 11:08 |
Preis: 58,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger



Ich war angestellter Recruiter bei der Creditplus Bank. Ergänzend zum Festgehalt erhielt ich eine Provisionsvereinbarung: ".... erhält 300€ bzw. 600 € pro Kandidat. Ab dem 2. Kandidaten" Keine weiteren Erläuterungen dazu. Jetzt will die Bank nur für neu angestellte Mitarbeiter Provisionen zahlen. Ich habe jedoch ca. 15 Menschen per Direktsuche gefunden, zur Bewerbung motiviert, deren Unterlagen gecheckt, ein telefonisches Vorinterview geführt und die Besten an die Außenstellen bzw. Fachabteilungen weitergeleitet. Von dort wurden sie dann zum Gespräch eingeladen. M.E. muss ich für diese Kandidaten (!) Provisionen erhalten. Wie hoch sind die Chancen, dass meine Auffassung vor Gericht Bestand hat?
Viele Grüße
D. Krahmer

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Sehr geehrter Fragensteller,

wenn alle Kandidaten das Mindestmaß an Qualifikation für die Stellen aufwiesen, sehe ich auf Basis der Sachverhaltsschilderung ( "".... erhält 300€ bzw. 600 € pro Kandidat. Ab dem 2. Kandidaten" Keine weiteren Erläuterungen dazu." ) einen Anspruch für jeden Kandidaten ab dem zweiten über wenigstens 300 €.

Die Formulierung "Kandidat" ist nach §§ 133, 157 BGB aus dem objektiven Empfängerhorizont so zu verstehen, dass es nicht unbedingt zu einem Abschluss kommen musste, sondern bereits Kandidaten ausreichend waren. Ansonsten hätte man den Wortlaut an den Abschluss des Arbeitsvertrages koppeln müssen.

Sie sollten mögliche Ausschlussfristen für die Geltendmachung von Ansprüchen aus dem Arbeitsvertrag / Tarifvertrag beachten. Sonst könnten die Ansprüche uU verfristen.

Fazit: die Erfolgsaussichten scheinen gut.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- RA -

Nachfrage vom Fragesteller 19.03.2017 | 08:31

Sehr geehrter Herr Saeger,
"die Erfolgsaussichten scheinen gut", ist mir zu ungenau. Würden Sie zu einem Prozess - den ich mangels Rechtsschutz selber zahlen müsste- zuraten? Konkret: Liegen meine Chancen hierbei über 50%, 75% oder 90%?

Danke & viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.03.2017 | 10:16

Sehr geehrter Fragensteller,

Jura ist keine Lottoziehung.

Es wird a) die ( nicht vollständig im Wortlaut hochgeladene ) Vereinbarung geprüft werden und b) uU zu einer Beweisaufnahme hinsichtlich der Eignung der Kandidaten kommen.

Wenn Sie die Kosten minimieren willen, gehen Sie doch einfach selber zu Geschäftsstelle des Arbeitsgerichts und geben die Klage ohne Anwalt auf. Da jeder vor dem ArbG seine Anwalts-Kosten selber tragen muss, minimiert man die Kosten ungemein.

Auf Basis Ihres Sachverhalts und der gegebenen Eignung der Kandidaten sind bzw. "scheinen" sie 75 %. Genauer kann es ein Anwalt ohne jegliche Vorlage des Vertrages nicht sagen.

MfG
RA Saeger

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