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Probleme mit der Anwältin/Beratungskostenhilfe


30.01.2007 11:25 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht



Hallo,
mein Freund ist zu einer Anwältin gegangen, um den Unterhalt für seine 3 Kinder neu berechnen zu lassen (mit jeweils verschiedenen Frauen). Diese Anwältin ist die absolute Krönung, sowas haben wir noch nicht erlebt. Sie hat da eine Summe ausgerechnet (566 Euro gesamt), womit er ca. 100 Euro unter seinem Selbstbehalt von 890 Euro liegt, und hat an eine Partei ohne jegliche Absprache mit ihm einfach einen Unterhaltsvorschlag geschickt. Er hat wirklich zig Mal versucht die gute Frau zu erreichen, immer wieder hieß es, sie sei in einem Termin, sie würde zurückrufen. Passiert ist gar nichts. Also hat er ihr schriftlich mitgeteilt, dass er mit der Berechnung nicht einverstanden ist und sie das doch bitte aufschlüsseln soll. Daraufhin kam dann schriftlich zurück, dass die Berechnung so stimmen würde und man müßte jetzt mal abwarten. Eine detaillierte Aufstellung wäre erst möglich, wenn er erst mal 630 Euro zahlen würde. Wieder hat er dort angerufen, weil er nach wie vor nicht einverstanden ist mit der Berechnung, wieder das gleiche. Die Frau ist nicht zu sprechen. Also hat er einen Termin vereinbart. Dieser wurde von Seiten der Anwältin einfach abgesagt (natürlich durch ihren Sekretär- nicht das sie angerufen hat), weil sie der Meinung ist, es gäbe nichts zu besprechen und man müßte nun abwarten, was die Gegenseite sagt. Er hat aber auf diesen Termin bestanden, aber trotzdem ist dieser nicht zustande gekommen. Es wäre alles geklärt und damit der Termin hinfällig.
Nach diesem Zirkus möchte er gerne den Anwalt wechseln. Das Problem sind aber die Kosten. Er hätte Anspruch auf Beratungskostenhilfe. Wie sieht das aus: Kann er die dann für diese Anwältin geltend machen und für einen neuen auch? Oder bleibt er letztlich auf diesen 630 Euro für diese Anwältin sitzen? Ist dieser Betrag überhaupt gerechtfetigt bei ihrem Verhalten? Kann er den Antrag auf Beratungskostenhilfe selber beim Amtsgericht einreichen, obwohl schon Kosten entstanden sind, oder muß diese Anwältin das erledigen? Muß man hierfür persönlich beim Gericht erscheinen oder geht das auch auf schriftlichem Wege?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Sehr geehrte Fragestellerin,

1.)
Beratungshilfe in einer Angelegenheit kann immer nur einmal gewährt werden.

Hat Ihr Freund Anspruch auf Beratungshilfe muss er bei seinem zuständigen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragen und diesem seiner Anwältin vorlegen. Ihr Freund muss dann nur einen Anteil in Höhe von € 10,- an die Anwältin zahlen.

Geht Ihr Freund zu einem anderen Anwalt in derselben Angelegenheit muss er an diesen die ´normalen´ Rechtsanwaltsgebühren zahlen, da man nur einmal Anspruch auf Beratungshilfe in derselben Angelegenheit hat.

Den Beratungshilfeschein kann man auch schriftlich beantragen. Ihr Freund sollte sich jedoch beim Amtsgericht nach den Unterlagen erkundigen die für die Beantragung notwendig sind um unnötige Verzögerungen zu vermeiden.

2.)
Die Rechnung der Kollegin erscheint nicht erhöht.
Der Streitwert, der die Grundlage der Gebührenrechnung bildet, liegt bei Ihnen bei mindestens € 6792,00 (12 x 566). Je nach Umfang oder Schwierigkeit der Arbeiten ist eine Anwaltskostenrechnung von € 630,00 angemessen und entspricht der Rechtsanwaltsgebührenordnung.

Die Kollegin hat auch grundsätzlich Anspruch auf die Begleichnung der Kosten, da sie die Berechnung des Unterhalts vorgenommen hat und der Gegenseite einen Unterhaltsvorschlag unterbreitet hat. Inwieweit die Berechnung des Unterhalts inhaltlich richtig und die Unterbreitung eines Unterhaltsvorschlags von der Vollmacht/Absprache gedeckt sind kann von hier nicht eingeschätzt werden und übersteigt auch den Rahmen einer Erstberatung.

Bei Vorlage eines Beratungshilfescheins gilt das oben unter 1.) gesagte.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de
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