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Probezeitverlängerung mit Kündigung


24.11.2014 16:30 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Wundke



Hallo,

ich habe am 06.11.2014 in einer Firma neu angefangen, es wurde ein unbefristeter Arbeitsvertrag geschlossen, mit einer 6- monatigen Probezeit. Während dieser Zeit wurde mir versichert, dass ich gute Arbeit leiste bzw. am 20.11. fragte mich mein oberster Chef, ob ich mir vorstellen könne, deie Meistervertretung zu übernehmen, da der Meister weitere Aufgaben übernehmen solle, ich sagte ja. Einen Tag später kam der Regionalleiter und gabe mir einen Vertrag, dort stand dass ich zum 31.03.2015 gekündigt werden würde bzw. die Probezeit verlängert werden würde, als Grund stand dort, dass meine Arbeit bisher nicht überzeugen konnte und ich nun 4 Monate Zeit habe zu überzeugen, dann würde ich ggf. zum 01.04.2015 wieder eingestellt. Meine Frage ist dies korrekt? ich soll den Meister vertreten und einen Tag später bekomme ich die Kündigung? Komisch ist, dass alle Kollegen die vor mir angefangen haben, ebenfalls diese Kündigung bekommen, da man ebenfalls unzufrieden ist. Kann man sich dagegen wehren, wenn man nicht übernommen wird? ich habe nun die Kündigung mit Probezeitverlängerung erstmal unterschrieben, komisch finde ich auch, dass dies genau eine Woche vor ende meiner Probezeit passiert und mir keiner vorher gesagt hat, dass er unzufrieden ist, im Gegenteil.

Einsatz editiert am 24.11.2014 16:39:35

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Sehr geehrte Ratsuchende,

gern nehme ich zu Ihrer Anfrage wie folgt Stellung:

Zunächst bitte ich darum, ggf. im Wege der Nachfragefunktion die Sachverhaltsdaratellung zu überarbeiten. Dieses aus folgendem Grund:

Wenn Sie am 06.11.2014 die Arbeit erstmals aufgenommen haben und eine Probezeit von 6 Monaten vereinbart war, endet die Probezeit frühestens zum 06.05.2015. bis zu diesem Zeitpunkt kann Ihr Arbeitsverhältnis ohne Nennung von Gründen und je nach vertraglicher Vereinbarung kurzfristig (in der Regel mit zweiwöchiger Frist) gekündigt werden. Sollte Ihnen am 21.11.2014 die Kündigung erklärt worden sein, so wäre das zulässig. Die Kündigungsfrist innerhalb der Probezeit können Sie Ihrem Arbeitsvertrag entnehmen.

Offensichtlich hat man Ihnen jedoch einen Änderungsvertrag angeboten, welcher eine Befristung bis zum 31.02.2015 beinhaltet. Dieses Angebot haben Sie mit Unterzeichnung angenommen. Ihr Arbeitsverhältnis endet nun automatisch am 31.03.2014, ohne das es einer Kündigung bedarf. Der Sachgrund für die Befristung würde sich aus der Erprobung ergeben, weshalb es unschädlich ist, das Sie vorher bereits mit Probezeit unbefristet eingestellt waren.

Ich sehe daher leider eine Möglichkeit, jetzt noch etwas an der Situation zu ändern.

Mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.11.2014 | 17:04

Entschuldigung ich habe natürlich am 01.06.2014 angefangen zu arbeiten

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.11.2014 | 17:26

Wenn Sie am 01.06.2014 angefangen hatten, konnte Ihr Arbeitgeber bis zum 01.12.2014 die erleichterte Probezeitkündigung erklären.

Da Sie die ursprünglich vereinbarte Probezeit wohl fast vollständig und erfolgreich absolviert hatten, spricht vieles dafür, dass für ein anschließendes befristetes Arbeitsverhältnis der Sachgrund der Erprobung nicht mehr in Betracht kommt. Dann jedoch ist die aktuelle Befristungsabrede wegen § 14 Abs. 2 TzBfG unwirksam mit der Folge, dass Sie sich aktuell in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis befinden.

Andererseits sind durchaus Fälle denkbar, in welchen es zulässig ist, durch Aufhebungsvertrag kurz vor Ablauf der Probezeit eine zusätzliche "Auslauffrist" zu vereinbaren und dadurch die Probezeit nochmals über 6 Monate hinaus zu verlängern. Dieses Bedarf der ausdrücklichen Einwilligung des Arbeitnehmers.

Diese Einwilligung haben Sie wohl leider erteilt. Bitte unterzeichnen Sie zukünftig nichts mehr, bevor Sie sich rechtlichen Rat geholt haben.

Ansonsten: Bitte ziehen Sie unbedingt einen Rechtsanwalt hinzu und lassen Sie nochmals prüfen, ob hier noch etwas zu machen ist!

Ergänzung vom Anwalt 24.11.2014 | 17:05

Ich bitte die Zahlendreher in meiner Antwort zu entschuldigen: Selbstverständlich ist im vorletzten Absatz ausschließlich vom 31.03.2015 die Rede!
Ergänzung vom Anwalt 25.11.2014 | 12:11

Und noch etwas sollten Sie beachten: Bitte unterrichten Sie das zuständige Arbeitsamt sofort von der Kündigung/Änderung des Arbeitsverhältnisses!
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