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Probezeit immer Vetragsbestandteil?


08.11.2008 15:28 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto



Hallo,

meine Frage betrifft die Regelungen in meinem Arbeitsvertrag.
Ich habe zum 01.08.2008 eine Stelle angetreten.
Im ausgestellten Arbeitsvertrag ist keine Probezeit vereinbart.
Allerdings wurde mir seitens des Betriebsrates die Information gegeben, dass bei allen Verträgen in den ersten 6 Monaten sogenannte "vereinfachte Kündigungsbedingungen" gelten.
Ist dem wirklich so? Und wenn, wie darf ich mir diese eigentlich genau vorstellen?
Ich habe zu Beginn des Arbeitsverhältnisses einen Einarbeitungsbogen bekommen, der sich auf den Zeitraum vom 01.08.2008 bis zum 31.01.2009 erstreckt. Könnte das damit in Zusammenhang stehen?

Der Vertrag wurde im Bundesland Bayern ausgestellt und ist dem Manteltarfivertrag der Metall- und Elektroindustrie zugehörig.

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung.
Ich beantworte Ihre Anfrage auf der Basis des geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Ob der Ihnen seinerzeit übergebene Einarbeitungsbogen mit der Aussage des Betriebsrates uzsammen hängt, kann ohne Kenntnis des Inhaltes nicht gesagt werden.

Da Ihr Arbeitsvertrag aber dem Manteltarifvertrag Bayern für die Metall- und Elektroindustrie unterliegt, gilt für Kündigungen in der Tat in den ersten 3 Monaten eine verkürzte Kündigungsfrist. Es heisst in § 2 Abs. 5 des TV:

"Die beiderseitige Kündigungsfrist beträgt
während der ersten 3 Monate des Arbeitsverhältnisses
2 Wochen zum 15. oder Schluß eines Kalendermonats,

danach

4 Wochen zum 15. oder Schluß eines Kalendermonats,

ab dem 2. Jahr der Betriebs- oder Unternehmenszugehörigkeit
1 Monat zum Schluß eines Kalendermonats".


Ich denke, dass der Betriebsrat die verkürzte Kündigungsfrist meinte, als er davon sprach, dass in den ersten Monaten "vereinfachte Kündigungsbedingungen" gelten.

Sie sollten ggf. beim Betriebsrat nachfragen, ob noch Anderes gemeint ist.


Mit freundlichen Grüßen


Nachfrage vom Fragesteller 08.11.2008 | 16:04

Sehr geehrter Herr Otto,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Eine verkürzte Kündigungsfrist, wie Sie erwähnten, ist also nicht mit einer Probezeit vergleichbar?
Das heisst also, dass eine willkürliche Kündigung bzw. Kündigung ohne Angabe von Gründen ausgeschlossen ist?

Hintergrund der geschilderten Problematik ist lediglich nur, dass ich mit meiner Partnerin im April 2009 eine gemeinsame Wohnung an meinem Arbeitsort beziehen möchte.
Sie besitzt an ihrem jetzigen Wohnort jedoch eine feste Anstellung mit 3monatiger Kündigungsfrist.
Um das Risiko auszuschließen, dass Sie diese Stelle aufgibt und ich noch um meine Arbeitsstelle "bangen"muss, würde ich diesen Zusammenzug auf Juli verschieben.

Ist diese Sorge berechtigt?


Vielen Dank nochmals für Ihre Mühe.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.11.2008 | 16:47

Der Manteltarifvertrag spricht nur von den verkürzten Kündigungsfristen, nicht von Probearbeitsverhältnis o.ä.
Da in Ihrem Vertrag ausdrücklich auch keine Probezeit vereinbart worden ist, können Sie davon ausgehen, dass es eine solche nicht gibt.

Sie sollten allerdings im Auge behalten, dass auch eine normale Kündigung von Ihnen mangels Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes in den ersten Monaten praktisch nicht angefochten werden kann.

Ihre privaten Pläne sollten Sie daher auch unter diesem Gesichtspunkt planen.

Mit freundlichen Grüßen

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