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Probezeit - Schwangerschaft - Urlaubsanspruch & Mutterschutz


| 08.12.2008 18:01 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Meine Frage ist: Hat der AG das Recht mir meinen Jahresurlaubsanspruch am Stück genommen zu verwehren?

Fakten: Leider bin ich kurz nach Eintritt in die neue Firma schwanger geworden. Mir steht per mündlichem Vetrag (schriftlich liegt noch nicht vor) ein Jahresurlaub von 24 Tagen zu. Ich möchte gerne 1 Jahr in Elternzeit gehen. Meine Berechnung ergibt, dass ich somit nur kurz nach tatsächlicher Beendigung der Probezeit (6 Monate) in Urlaub gehen würde, würde ich den kompletten Jahresurlaub VOR die 6 Wochen Mutterschutz anstellen. Bereits im Voraus meinen herzlichen Dank für Ihre Bemühungen.
Sehr geehrte Fragestellerin,

1.
gem. § 7_BUrlG sind bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, dass ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen.

Kann der Urlaub nicht zusammenhängend gewährt werden, und hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Urlaub von mehr als zwölf Werktagen, so muß einer der Urlaubsteile mindestens zwölf aufeinanderfolgende Werktage umfassen.

D.h. Sie haben Anspruch auf mindestens 12 Werktage zusammenhängenden Urlaub.

2.
Der Urlaub, den Sie wegen des Beginns des Mutterschutzes / Elternzeit nicht nehmen können, verfällt jedoch nicht. Gem. § 17_BEEG ist der Urlaub, den Sie vor dem Beginn der Elternzeit nicht oder nicht vollständig erhalten, nach der Elternzeit im laufenden oder im nächsten Urlaubsjahr zu gewähren.

Endet das Arbeitsverhältnis während der Elternzeit oder wird es im Anschluss an die Elternzeit nicht fortgesetzt, so hat der Arbeitgeber den noch nicht gewährten Urlaub abzugelten.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
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Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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Bewertung des Fragestellers 10.12.2008 | 19:51


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