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Probezeit - 2. Delikt vor dem Bescheid zur Nachschulung


20.10.2004 00:42 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe die Befürchtung alles falsch gemacht zu haben,
um hier meinen Hintern zu retten.

Also ich bin noch in der Probezeit, habe allederings im Februar einen kleinen Unfall gehabt, der mit 3 Punkten in Flensburg geahndet wurde. Nach 7! Monaten kam dann im September die Anordnung zu einer Nachschulung. Ich bin den Forderungen sofort nachgekommen und habe mich zur Nachschulung angemeldet.

Das Auto mit dem ich fahre, ist auf meine Mutter angemeldet, als ich im Urlaub war, hat sie Post bekommen von der Bußgeldstelle, mit dem Inhalt, dass sie geblitzt wurde, auf einer mehrspurigen Fahrbahn ausserhalb einer geschlossenen Ortschaft, mit 35km/h zuviel auf dem Tacho.
Sie hat also 3 Wochen gewartet, bis ich aus dem Urlaub wieder zurück war, ohne sich zu dem Fall zu äußern.
Im Gespräch mit ihr stellte sich heraus, dass ich an dem Tag gefahren bin. Soweit so gut.

Ein paar Tage darauf standen zwei Polizisten vor der Tür, mit dem Foto von dem Tage, wo ich geblitzt worden bin. Sie holte mich an die Tür, ich habe ihnen gesagt, dass ich mich auf dem Foto nicht erkennen kann, meine Mutter sagte auch, dass auf dem Foto nicht deutlich wäre, wer das sei. Die Beamten sagten, dass sie mich identifiziert haben und das so weitergeben. Ich habe keine Unterschrift oder sonstiges geleistet.
Jetzt vermute ich, dass sie mir das Vergehen anhängen, ich habe daraufhin sofort das Schreiben, wo sich meine Mutter äußern sollte abgeschickt, dass sie den Fall zugibt, in der Hoffnung das Steuer noch rumzureissen.

Jetzt kann ich keine Nacht mehr schlafen, da mir mein Führerschein sehr sehr wichtig ist.

Ich fasse noch einmal zusammen:
- Probezeit
- In der Probezeit 1 A-Delikt begangen, 3 Punkte
- Anordnung zur Nachschulung
- In der Probezeit ein weiteres A-Delikt, wahrscheinlich auch 3 Punkte !?

ALLERDINGS wurde ich geblitzt, bevor die Anordnung zur Nachschulung kam(August).Die Tatzeit war also noch VOR der Anordnung zur Nachschulung, also sogesehen noch VOR der Nachschulung.

Also meine wichtigsten Fragen sind:
- Was droht mir jetzt, wenn ich die Punkte bekomme in Anbetracht der Tatsache, dass die Tatzeit des 2. Deliks vor der Anordnung zur Nachschulung kam?
- Und, wie soll ich reagieren, wie kann ich da noch etwas hinbiegen?

BITTE BITTE HELFT MIR!
Danke!
20.10.2004 | 11:05

Antwort

von


9 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,

zu Ihren Fragen kann ich Ihnen folgendes mitteilen.

Es ist zunächst zu differenzieren zwischen den Rechtsfolgen die das Gesetz für Inhaber mit Führerschein auf Probe vorsieht und den Rechtsfolgen die nach dem Punktesystem für alle Führerscheininhaber angeordnet werden. Diese Regelungen sind nebeneinander anwendbar.

Die Vorschriften für Führerscheininhaber auf Probe sehen für den hier vorliegenden Fall keine weiteren Maßnahmen vor als diejenigen die bereits angeordnet sind (Teilnahme an einem Aufbauseminar, Eintrag in das Verkehrszentralregister, Verlängerung der Probezeit um zwei Jahre). Eine schriftliche Verwarnung und die Empfehlung zur Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung sieht das Gesetz nur vor, wenn nach Teilnahme an einem Aufbauseminar ein weiterer schwerwiegenden Verstoß („A-Delikt“) begangen wird, was hier nicht vorliegt.

Aus diesem Grunde kommen bei dem hier vorliegenden Sachverhalt aufgrund des neuerlichen Verstoßes lediglich die für alle Führerscheininhaber gültigen Rechtsfolgen gem. StVG zum Tragen.
Danach haben Sie mit einer Geldbuße in Höhe von 75 € sowie drei weiteren Punkten im Verkehrszentralregister zu rechnen.

Selbstverständlich ist auch bedeutsam, ob Ihnen die Verstöße nachgewiesen werden können. Da der Verstoß ihrerseits nicht zugegeben worden ist, kommt es maßgeblich darauf an, ob sie auf dem Foto tatsächlich erkennbar sind. Dies kann im Einzelfall nur anhand des Fotos beurteilt werden.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Falk Brorsen
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

Braunschweig

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