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Privatrezeptkopie Urkundenfälschung?


| 12.12.2013 19:13 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler



Guten Tag,
ich habe vor Jahren in einer Arztpraxis gearbeitet, dort wurden die Privatrezepte vom Arzt unterschrieben und dann kopiert und so ausgegeben. Ich war noch im Besitz eines solchen Rezeptes und wollte damit nun 20 Schlaftabletten in der Apotheke erwerben. Der Apotheker hat das Rezept einbehalten und die Praxis informiert. Der Arzt streitet nun ab die Kopien erstellt zu haben und mir die Erlaubnis zum ausfüllen und einlösen dieses Rezeptes erteilt zu haben und droht mit Anzeige. Ist es sinnvoll mich selbst anzuzeigen. ich kann den Sachverhalt leider nicht beweisen. Mit welchen Konsequenzen habe ich zu rechnen?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Es wäre zunächst genau der Hintergrund zu klären. Im Normalfall geht nur das Originalrezept aus der Praxis und die Kopie wird in der Apotheke gefertigt.

Die Urkundenfälschung nach § 267 I StGB könnte hier verwirklicht sein durch das Gebrauchen des Rezepts.

Sie sollten mit der Praxis sprechen und Ihren Fehler einräumen. Ich gehe davon aus, dass Sie nicht berechtigt waren die Kopie zu verwenden.

Wenn weder Praxis noch Apotheke eine Anzeige erstatten, dann würden Sie keine Konsequenzen fürchten müssen. Sie müssen sich nicht selbst anzeigen, solange es niemand anderes tut.


Selbst wenn es zu einem Strafverfahren kommt, müssen Sie aus meiner Sicht nicht mit erheblichen Folgen rechnen. Sollten Sie nicht vorbestraft sein, wovon ich ausgehe, dann käme maximal eine Geldstrafe in Betracht.

Sie werden wohl kaum eine Erlaubnis der Praxis nachweisen können.

Selbst wenn es ein Ermittlungsverfahren geben sollte, hätten Sie keine ernsthaften Folgen zu fürchten. Entweder würde die Staatsanwaltschaft das Verfahren wegen geringer Schuld einstellen, eventuell gegen Auflage, oder es würde ein Strafbefehl beantragt. Dieser würde nur eine Geldstrafe vorsehen.

Die Folgen sind daher überschaubar.

Eventuell können Sie ja eine Anzeige verhindern, dies wäre natürlich die optimale Lösung.





Bitte bedenken Sie, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten Beurteilung führen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Familienrecht

Paulistr. 10
31061 Alfeld
Tel.05181/5013
Fax 24163
mail:anwaltwoehler@hotmail.de

Nachfrage vom Fragesteller 12.12.2013 | 22:10

vielen Dank für Ihre Antwort, die Apotheke hat das Rezept (Rezeptkopie, die in der Praxis gemacht wurde und dann von mir ausgefüllt an die Apotheke gegeben wurde)einbehalten,ich gehe davon aus, dass die Apotheke das Rezept an den Arzt schicken wird. Die Apotheke wollte mir das Medikament jedoch trotzdem aushändigen, welches ich jedoch abgelehnt habe. Ich habe versucht mit dem Arzt zu sprechen, dieser leugnet jedoch alles ab (mir die Kopien ausgehändigt zu haben) und droht wie gesagt mit einer Anzeige. Womit habe ich bei einer Anzeige zu rechnen (bin nicht vorbestraft)?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.12.2013 | 22:43

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne komme ich auf die Nachfrage zurück.

Im Fall einer Anzeige müssten Sie nicht mit ernsthaften Folgen rechnen. In Betracht käme eine Urkundenfälschung und eine eventueller Verstoß gegen das BtMG. Ein Verfahren würde gegen Auflage eingestellt oder aber es gäbe eine Geldstrafe.
Eine Vorstrafe, also eine Eintragung in das polizeiliche Führungszeugnis müssen Sie aber nicht fürchten.

Um sich genauer festzulegen, müsste man weitere Tatsachen kennen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 13.12.2013 | 05:27


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