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Privatinsolvenz in Deutschland - arbeiten im Ausland möglich?


20.09.2013 10:11 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Zusammenfassung: Das Verschweigen eines Wohnsitzwechsels oder der Aufnahme einer Arbeit kann im Insolvenzverfahren dazu führen, dass die Restschulsbefreiung verwagt wird.


Status:

Privatinsolvenz steht in D an ( wegen Immobilienbetrug an mir ), Wohnort in D, Sollte ich in Österreich eine Job anstreben stehen folgenden Fragen zu den Annahme an :

Schritt 1:Während Privatinsolvenzzeit ( 6 Jahre) bleibt D 1. Wohnsitz bestehen,
Angabe bei Gericht dass ich arbeitslos bin, nicht beim Arbeitsamt gemeldet bin (auch kein Hartz 4 beziehe), nichts arbeite und von der Familie und/oder Freundin über Wasser finanziell gehalten werden ( Lebensküsntler oder wie immer es nennen will.

Schritt 2:

Ich nehmen den Job in Österreich an und melde gleichzeitig auch dort einen paralllene Wohnsitz und Bankkonto an.

An den D Landesgrenzen endet offiziell Arm des Gesetzes , bekommt dies das Gericht , oder der Treuhänder gemeldet und wenn nicht was droht im schlimmsten Fall. Wird bspw die A-Wohnsitznahme oder Versteuerung gemeldet den D -Behörden

Treten die Gläubiger (Banken) hierbei ggf als Risiko auf , wenn Sie Wind davon bekommen und dies melden, vorbehaltlich dass man im Internet nirgends erscheint.

Ich will niemand betrügen oder etwas verheimlichen doch es ist ja erlaubt zu Verfügung stehende Grauzonen auszunutzen.

Ich brauche Klarheit für das was ich machen kann mit kurzer Angabe Kosequenzen / Risiken und nicht was ich nicht machen kann/darf.

Sehr geehrter Fragesteller,

mit Dank für Ihre Anfrage beantworte ich diese gern auf der Grundlage Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes.

Zunächst grundsätzlich:
Es steht Ihnen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens selbstverständlich frei, eine Anstellung anzunehmen. Auch ein Wohnsitzwechsel ist erlaubt.

Allerdings würden Sie mit der von Ihnen ins Auge gefassten Vorgehensweise ein erhebliches Risiko eingehen. Zwar gibt es keinen automatischen Datenabgleich. Ihr Insolvenzverfahren wird aber im Internet auf www.insolvenzbekanntmachungen.de veröffentlicht werden. Auch wenn man berücksichtigt, dass in Österreich kein schriftlicher Arbeitsvertrag vorgeschrieben ist und kein Arbeitsvertragsregister geführt wird, kann die Gefahr nicht von der Hand gewiesen werden, dass durch irgendeinen Zufall ein Gläubiger – und damit dann auch der Treuhänder oder das Insolvenzgericht – von Ihrem Arbeitsverhältnis Kenntnis erlangen kann.

Die Rechtslage in Deutschland ist eindeutig:
Es gehört zu Ihren Obliegenheiten in einem Insolvenzverfahren und auch in der gesamten Restschuldbefreiungsphase, jeden Wohnsitzwechsel und die Aufnahme einer Arbeitstätigkeit unverzüglich dem Insolvenzgericht und dem Treuhänder anzuzeigen, § 2Abs. 1 Ziff. 3 InsO.
Verstoßen Sie gegen diese oder auch eine andere gesetzliche Pflicht, so wird Ihnen auf Antrag eines Gläubigers die Restschuldbefreiung versagt, § 290 Abs. 1 Ziff. 5 InsO.

Sie würden also nicht in einer Grauzone handeln, sondern sich gesetzeswidrig verhalten mit dem vollen Risiko, dass Sie auffallen könnten und dann das Insolvenzverfahren „für die Katz" gewesen wäre. Ihre Schulden würden weiterhin bestehen bleiben und Sie müssten für ein neues Insolvenzverfahren in Deutschland 10 Jahre warten.

Vielleicht wäre es für Sie eine bessere Variante, ein Insolvenzverfahren in England durchzuführen. Sie müssten dann allerdings in England wohnen und arbeiten, könnten aber nach insgesamt ca. 1,5 Jahren schuldenfrei sein.

Ich bedaure, Ihnen keine günstigere Antwort geben zu können, und hoffe, ich habe Ihre Frage hinreichend klar beantwortet.

Mit freundlichen Grüßen
H. Köstner
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 20.09.2013 | 11:26

Guten Tag Herr Köster,

mit England ist mir bekannt aber im Net gibt es nur unseriöse Geschäftemacher, so meine Erfahrung. Ich habe nahezu alles durchpflügt und auch in blogs nur Warnungen aber keine wirklichen Empfehlungen gefunden

Können Sie mir einen Anbieter (Man muss ja nicht Anwalt sein für die Abwicklung) empfehlen der seriöse Untersützung/Begleitung anbietet zu einem angemessenen Preis.

Herzlichen Dank



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.09.2013 | 07:55

Sehr geehrter Fragesteller,

hier nochmals meine Antwort auf Ihre Nachfrage. Die Antwort ist leider vom System "verschluckt" worden.

Ich bitte Sie um Verständnis, wenn ich hier öffentlich keine Empfehlungen aussprechen kann. Es gibt eine Beratungsgesellschaft, die seit 6 Jahren in London aktiv und gut beleumundet ist.
Bitte kontaktieren Sie mich über mein Profil oder meine website.

Mit freundlichen Grüßen

H. Köstner
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 20.09.2013 | 11:21

Sorry, da hat die Tastatur etwas verschluckt. Die Obliegenheiten im Insolvenzverfahren finden Sie in § 295 InsO.
Mit freundlichen Grüßen
H. Köstner
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 20.09.2013 3/5.0
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