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Privatdarlehen nicht zurückgezahlt


16.12.2004 21:39 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Hallo,

ich habe folgendes Problem: Im August 2001 habe ich von einer Privatperson ein Darlehen von 14.000 DM erhalten. Von diesem Geld sollte und wurde eine sog. LAN-Party finanziert werden. Später stellte sich heraus, dass eine Rückzahlung nicht möglich war, weil bestimmte Ausgaben plötzlich viel höher waren. Nun habe ich das Problem, dass ich allein dafür unterschrieben habe, jedoch wurde mir vom Hauptorganisator immer wieder versichert das "alles gut wird" und ich das Geld sicher zurück zahlen kann. Und da das Geld nötig war, vom Gläubiger zu derzeit aber nur meine Unterschrift akzeptiert wurde (weil ich eine Arbeit hatte (Ich hatte aber gleichzeitig auch Schulden), habe ich mich weichklopfen lassen.
Gibt es nun die Möglichkeit, andere Organisatoren in die Rückzahlung mit ein zu beziehen? Gibt es eine Verjährungsfrist? Ich habe erst heute, 2 Jahre nach Rückzahlungsdatum, eine Erinnerung bekommen.
Der Kredit sollte von August 2001 bis August 2002 laufen: Summe 14.000 DM, Zinsen 3.000 DM pauschal.

Was kann nun passieren, wenn ich nicht zahle? Ich bin Student und lebe von Bafög, zahlen kann ich also nix.
Haben Sie sonst noch Tipps für mich?

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Guten Abend,

das ist eine mißliche Situation, in der Sie sich befinden. Sie haften als Kreditschuldner Ihrem Gläubiger allein für die Rückzahlung. Der Anspruch auf Rückzahlung verjährt auch erst am 31.12.2005, der Gläubiger kann sich also leider noch Zeit lassen.

Im Innenverhältnis haben Sie einen entsprechenden Ausgleichsanspruch gegenüber Ihrem Schuldner. Sie sollten versuchen, Gläubiger und Schuldner an einen Tisch zu bekommen, um eine realistische Rückzahlung zu erreichen.

Wenn Ihr Gläubiger auf der Zahlung besteht und -nach einem Prozeß- entsprechende Zwangsvollstreckungsmaßnahmen erhebt, können Sie zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung gezwungen werden. Da aber momentan bei Ihnen nichts zu holen ist, sollten versuchen, dem Gläubiger klar zu machen, daß eine Zwangsvollstreckung nur mehr Kosten für ihn bedeutet. Vielleicht läßt sich ja eine längere Rückzahlungsfrist erreichen, bis Sie beruflich Fuß gefaßt haben.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 30.12.2004 | 23:11

Hallo Herr Weiss,

der anspruch verfällt also nicht schon Ende 2004? Wie genau "verfällt" so ein Anspruch?

Dann habe ich noch eine Frage zu den Zinsen: Sind 21,4% "legal"? (14.000 DM Kredit, 3.000 DM Zinsen für das Jahr laufzeit)

Kann ich auch zur abgabe der EV gezwungen werden, wenn ich zahlungswillig bin? Sollte ich es also schaffen doch eine Ratenzahlung auf die Beine zu bringen, muss der Gläubiger zustimmen oder kann er auch die ganze Summe auf einmal verlangen ? Und wie hoch müsste diese dann sein ?

Ich habe nun ein Schreiben erstellt in dem ich dem Gläubiger mitteile, das ich studiere und von Bafög lebe und daher bei mir nichts zu holen ist, auch nicht über Zwangsvollstreckungsmaßnehmen. Ich warte aber noch gern Ihre Antwort ab.

Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.12.2004 | 08:23

Guten Morgen,

die Verjährung tritt drei Jahre zum Ende des Kalenderjahres nach Fälligkeit, bei der von Ihnen beschriebenen Fälligkeit im August 2002 also erst zum 31.12.2005 ein. Dann ist der Anspruch juristisch nicht mehr durchsetzbar.

Theoretisch kann der Gläubiger Teilzahlungen zurückweisen und die ganze Summe von Ihnen auf einmal fordern. Dies macht allerdings wirtschaftlich keinen Sinn, da er ja froh sein kann, wenn der Betrag zurückkommt. Bieten Sie ihm eine realistische Rückzahlung an.

Die Zinsen sind sicherlich sehr hoch, hier müßte man noch einmal genau berechnen. Aber beachten Sie dabei, daß es sich ja um einen ungesicherten privaten Kredit handelt, bei dem naturgemäß die Zinsen höher sind.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Weiß

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