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Privat an Bekannten Geld geliehen


22.10.2004 21:09 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von



Ich habe im Jahre 2000 einem damaligen Freund 25.000,- DM geliehen. Er sagte mir, das er nur kurzfristig Zahlungsschwierigkeiten habe und mir in ca. 6 Monaten dieses Geld mit ortsüblichen Zinsen zurückzahlen wolle. Ich habe dies als Feundschaftsdienst gesehen und nichts schriftlich gemacht. Den Betrag habe ich mit Banküberweisung überwiesen. Er hat mich immer wieder vertröstet. Nun habe ich erfahren, dass er zwischenzeitlich Privatinsolvenz angemeldet hat. (ca. seit 2 Jahren) Ich habe erst auf meine wiederholte mündliche Reklamation vom ihm darüber erfahren. Er vertröstet mich immer wieder aufs Neue.
1)Wie kann ich noch an mein Geld kommen? Was kann ich machen, obwohl ich nichts schriftliches in der Hand habe. (ausser Banküberweisung)
2)Müßte ich nicht darüber informiert werden, wenn er in Privatinsolvenz geht? Ist dies dann überhaupt gültig für mich?
(Es gibt doch in diesem Falle eine Informationspflicht!? Guter Führung etc.??)
3) Soll ich diese Insolvenz anfechten?
4) Muss ich einen Rechtsanwalt nehmen und welche Chancen habe ich? (Habe keine Rechtschutzvesicherung)
23.10.2004 | 00:47

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrte Damen und Herren,

1. die Überweisung ist zumindest etwas. Wenn der Schuldner sich darauf berufen sollte, Sie hätten ihm das Geld geschenkt, dann wird er dies beweisen müssen.


2. Für natürliche Personen, die keine selbständige berufliche Tätigkeit ausüben oder ausgeübt haben oder für natürliche Personen, die zwar eine selbständige berufliche Tätigkeit ausgeübt haben, deren Vermögensverhältnisse aber überschaubar sind (weniger als 20 Gläubiger), sieht §304 InsO zwingend ein vereinfachtes Verfahren (Verbraucherinsolvenzverfahren) vor.

Sie müssen klären ob es sich um was für eine Art von Verfahren es sich handelt. Hatte er eine Restschuldbefreiung oder ein Schuldenbereinigungsplan. Dies erfahren Sie beim Insolvenzgericht.
Eine Restschuldbefreiung setzt voraus, dass ein gerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren gescheitert ist. Das gerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren stellt die zweite Stufe des Verbraucherinsolvenzverfahrens nach dem Scheitern einer außergerichtlichen Einigung dar. Diese zweite Stufe kann der Schuldner innerhalb von sechs Monaten nach dem Scheitern der außergerichtlichen Einigung beschreiten. Im Mittelpunkt des gerichtlichen Schuldenbereinigungsverfahrens steht der gerichtliche Schuldenbereinigungsplan, bei dem mit Hilfe des Insolvenzgerichts versucht wird, einen Plan für die Ablösung der Schulden zu erstellen.

Sie müssen sich schnellstmöglich schriftlich an Ihren Schuldner wenden und Ihn unter Fristsetzung auffordern zu zahlen. Ihre Forderung kann auch noch nachträglich als Insolvenzforderung anerkannt werden.

Erst wenn Sie einen Titel gegen den Schuldner haben, können Sie überhaupt an eine Vollstreckung denken. Aber: Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens werden Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einzelner Gläubiger während der Dauer des Insolvenzverfahrens in die Insolvenzmasse und in das sonstige Vermögen des Schuldners unzulässig. Dass nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens keine Einzelzwangsvollstreckung mehr stattfindet, ist gerade der Sinn des Insolvenzverfahrens. Allerdings existieren Ausnahmen.

3. Erst wenn Sie wissen, in welchem Stadium sich Ihr Schuldner befindet können Sie eigentlich richtig tätig werden. Ich rate Ihnen dringend(!) sich einen Anwalt zur Hilfe zu holen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

ANTWORT VON

Köln

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