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| 19.11.2008 17:30 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab



Hallo,

meine Oma ist am 05.07.2008 verstorben. Sie hat 12.000€ hinterlassen, die meine Tante eingestrichen hat. Ich habe das Erbe im Oktober angenommen. Meine Tante hat das Geld für die Auslösung eines Kredites verwendet, für den meine Oma Bürge war.
Ich bin Erbe anstatt meiner Mutter, der Tochter meiner Oma, die letztes Jahr verstorben ist. Dies ist auch im Schreiben vom Nachlassgericht so erwähnt.

Mir stehen doch jetzt 50% des Erbes zu? Wie kann ich es einfordern und welche Kosten entstehen für mich oder meine Tante? Gibt es Fristen?

Danke schon mal

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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Leider ist die Sachverhaltsschilderung nicht ganz eindeutig. So schreiben Sie nicht, ob die Oma ein Testament hinterlassen hat oder ob gesetzliche Erbfolge eingetreten ist. Diese Frage ist letzlich dafür entscheidend, ob Sie Ansprüche als Erbin nach Ihrer Großmutter geworden sind oder ob Ihnen lediglich Pflichtteilsansprüche zustehen. Es scheint aber, daß Sie Erbin geworden sind, so daß Pflichtteilsansprüche (zunächst) außer Betracht bleiben können.


2.

Ich unterstelle, daß es sich bei der Tante um die Tochter der Oma, also um die Schwester Ihrer vorverstorbenen Mutter handelt. Auf diesen Gesichtspunkt weise ich deshalb hin, weil im allgemeinen Sprachgebrauch z. B. auch die Ehefrau des Sohns Ihrer Oma als Tante bezeichnet würde, obwohl das in rechtlicher Hinsicht nicht zutrifft.

Sind Sie und Ihre Tante Erbinnen nach Ihrer Großmutter geworden, steht Ihnen - gesetzliche Erbfolge vorausgesetzt - die Hälfte des Nachlasses zu. Vorab sind jedoch die Nachlaßverbindlichkeiten in Abzug zu bringen.


3.

Damit schließt sich die Frage an, ob es sich bei der Bürgschaft um eine Nachlaßverbindlichkeit handelt. Das wäre in dem Fall denkbar, wenn Ihre Großmutter von dem Gläubiger statt des Schuldners in Anspruch genommen worden wäre.


4.

Wie Sie aus diesen angesprochenen Punkten ersehen können, bedarf der Sachverhalt der weiteren Aufklärung, bevor man das Vorgehen ansprechen und anfallende Kosten abschätzen kann.

Deshalb rate ich Ihnen dringend, einen Rechtsanwalt aufzusuchen, um sich bezüglich des weiteren Vorgehens beraten zu lassen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 19.11.2008 | 17:53

Meine Oma hat kein testament hinterlassen.
Es war meine Mutter, die Verstorben ist, also die Tochter meiner Oma.

Meine Tante hat den Kredit ausgelöst, bei dem meine Oma Bürge war, um die monatlichen Raten zu sparen. Der Kreditgeber hat nichts gefordert.

Habe ich jetzt noch einen Anspruch?

Danke Herr Raab

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.11.2008 | 19:57

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:

Sie sind nach Ihrer Sachverhaltsschilderung Erbin bzw. Miterbin geworden. Demnach haben Sie einen Anspruch zumindest auf den hälftigen Nachlaß nach Abzug der Verbindlichkeiten.

Gleichwohl rate ich nochmals, einen Rechtsanwalt einzuschalten, sollte eine Einigung mit der Tante nicht erzielt werden können.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 21.11.2008 | 06:24


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