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Wären die Eltern der Ehefrau pflichtteilsberechtigt, obwohl sie die rumänische Staatsangehörigkeit b


| 29.07.2011 19:29 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske


| in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte!
Beide Eheleute sind deutsche Staatsangehörige und leben in Deutschland. Erben 1. Ordnung gibt es nicht. Wären die Eltern der Ehefrau pflichtteilsberechtigt, obwohl sie die rumänische Staatsangehörigkeit besitzen und in Österreich ihren festen Wohnitz haben? Wenn nein, wären dann die Nachkommen dieser rumänischen Eltern pflichtteilsberechtigt, obwohl sie die österreichische Staatsangehörigkeit besitzen und in Österreich leben?
Mit freundlichen Grüßen
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 748 weitere Antworten zum Thema:
29.07.2011 | 20:18

Antwort

von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske
303 Bewertungen
Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

da die Eheleute beide deutsche Staatsangehörige sind, richtet sich bei beiden die Rechtsnachfolge und damit auch das Pflichtteilsrecht nach deutschen Recht (Art. 25 I EBGB). Auf die Staatsangehörigkeit und den Wohnsitz der Eltern oder deren Abkömmlinge kommt es nicht an, da die Pflichtteilsberechtigung nicht voraussetzt, dass die Person die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder in Deutschland wohnt.

Pflichtteilsberechtigt sind, wenn der Erblasser keine Abkömmlinge hat, aber nur die Eltern oder der Ehegatte. Die Geschwister kommen zwar als gesetzliche Erben 2. Ordnung in Betracht, soweit ein oder beide Elternteile bereits vorverstorben sind. Wenn die Geschwister von der Erbfolge testamentarisch ausgeschlossen sind, haben diese aber kein Pflichtteilsrecht.

Verstirbt als erstes die Ehefrau, so ist der Ehemann deren gesetzlicher Erbe. Neben Verwandten 2. Ordnung erbt er die Hälfte des Nachlasses der Ehefrau plus ein weiteres Viertel, falls die Eheleute in Zugewinngemeinschaft lebten. Das restliche beiden Achtel des Nachlasses (bei Zugewinngemeinschaft) erben die Eltern der Ehefrau bzw. deren Abkömmlinge, soweit ein oder beide Eltenteile bereits vorverstorben sind. Das gilt falls kein Testament vorhanden ist, das die Erbfolge abweichend regelt. Wurde der Ehemann testamentarisch zum Alleinerben bestimmt und die Eltern so von der Erbfolge ausgeschlossen, so haben die Eltern beide einen Anspruch auf jeweils 1/16 (also die Hälfte des gesetzlichen Erbteils) des Nachlasses als Pflichtteil. Falls ein oder beide Elternteile vorverstorben sind: das Pflichtteilsrecht geht nicht auf die Abkömmlinge der Eltern über. Der Pflichtteilsanspruch ist im Gegensatz zum Erbrecht ein reiner Zahlungsanspruch.

Falls als erstes der Ehemann verstirbt, erbt die Ehefrau als gesetzliche Erbin den gesamten Nachlass des Ehemannes, soweit weder Erben der 1. oder 2. Ordnung (= Eltern des Ehemannes oder deren Abkömmlinge) noch Großeltern des Ehemannes da sind. Pflichtteilsberechtigt können beim Tode des Ehemannes nur dessen Ehefrau und dessen Eltern sein. Aber nicht die Eltern der Ehefrau und deren Abkömmlinge.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.

Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfrage-Funktion.

Soweit ansonsten aus dem Bereich frag-einen-anwalt.de heraus eine
Kontaktaufnahme an mich gewünscht ist, bitte ich auch zunächst
ausschließlich um Kontakt per E-Mail. Meine E-Mail-Adresse finden Sie
unten in der Signatur.


Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske
Rechtsanwältin


Gabriele Haeske, Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 29.07.2011 | 20:40

Besten Dank sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,
Sie haben die Frage sehr klar und verständlich beantwortet und sind in Ihrer Erläuterung noch weit über die Fragestellung hinausgegangen.
Ich danke Ihnen sehr!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.07.2011 | 21:12

Sehr geehrter Fragesteller,
ich danke Ihnen für die gute Bewertung.

Bewertung des Fragestellers 2011-07-29 | 20:49


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 2011-07-29
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ANTWORT VON
Rechtsanwältin Gabriele Haeske
Wallenhorst

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