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Pfändung von Gesellschaftsanteilen / Gewinnausschüttung


12.12.2009 19:08 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich befinde mich in der Verbraucherinsolvenz und möchte eine UG gründen, wobei ich einziger Gesellschafter wäre und auch Geschäftsführer. Das Geschäftsführergehalt würde ich so bemessen, dass es unter der Pfändungsfreigrenze liegt.

Auf eine Gewinnausschüttung würde ich verzichten, solange die Restschuldbefreiung nicht eingetreten ist.

Nun würde ich gerne in Erfahrung bringen, ob die Gefahr besteht, dass in das Vermögen der UG seitens der Gläubiger / Staates hineingepfändet wird, d.h. evtl. meine Geschäftsanteile gepfändet werden, eine Gewinnausschüttung vorgenommen und gepfändet wird oder etwas in der Art oder ob ich diese Modell einfach bis zum Eintritt der Restschuldbefreiung so laufen lassen kann.

Vielen Dank und
mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. Grundsätzlich steht das Insolvenzverfahren einer Gründung der UG nicht entgegen. Da Sie aus der Gesellschaft Ihr Einkommen bestreiten, besteht nicht zu befürchten, dass die Anteile, die Anfangs meist nicht sehr hoch eingezahlt sind, verwertete werden.

Die Einnahmen eines Selbständigen bzw. die Gehaltszahlung als Geschäftsführer während des Insolvenzverfahrens Bestandteil der Insolvenzmasse. Allerdings wird der Treuhänder Ihnen den pfändungsfreien Betrag gewähren müssen.

In der Regel wird der Treuhänder die Selbständigkeit des Schuldners in der Insolvenz freigeben, um sein Haftungsrisiko auszuschalten. Diese Freigabe erfolgt durch eine Freigabeerklärung des Treuhänders. Mit der Freigabe der selbständigen Tätigkeit unterfallen neuen Verbindlichkeiten nicht mehr dem Insolvenzverfahren, so dass Sie hier eigenverantwortlich tätig werden und für neue Verbindlichkeiten einzustehen haben.

2. In der Wohlverhaltensperiode hat der Treuhänder keinerlei Mitspracherecht, ob Sie eine selbständige Tätigkeit oder eine unselbständige Tätigkeit ausüben. Soweit Sie eine selbständige Tätigkeit nachgehen, haben Sie die Insolvenzgläubiger in der Wohlverhaltensperiode nicht schlechter zu stellen, als wenn Sie eine unselbständige Tätigkeit nachgehen. Wäre aufgrund Ihrer Berufsausbildung ein pfändbarer Betrag von beispielsweise EUR 500,- abzuführen, so gilt dies auch für die selbständige Tätigkeit unabhängig von den erzielten

Gewinnen. Entsprechende Gehaltsmaßstäbe sind bei der IHK, der zuständigen Kammer oder der Gewerkschaft anzufragen. Im Zweifel hat das Insolvenzgericht einen abzuführenden Betrag festzulegen.

Wichtig ist, die vereinbarten Beträge auch abzuführen. Hier kann eine monatliche oder jährliche Zahlung vereinbart werden. Soweit die Zahlungstermine nicht eingehalten werden können ist jedenfalls bis zum Abschluss der Wohlverhaltensperiode der Rückstand aufzuholen.

Bestimmte Zahlungstermine sind dem selbständigen Schuldner nicht vorgeschrieben. In
Ich hoffe ich konnte Ihnen einen hilfreichen Überblick gewähren.

Mit besten Grüßen
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