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Paket angenommen - Verschwunden


21.12.2004 14:58 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe angeblich für meine Nachbarin ein Paket das wohl per Einschreiben kam angenommen und wie immer vor die Wohnungstüre gestellt, das paket ist aber laut meiner Nachbarin nie bei Ihr angekommen. Da ich laut meiner nachbarin auf dem Rückschein des Einschreibens unterschrieben habe und Sie Ihr Paket nicht erhalten hat- hat sie mich jetzt angezeigt- ich hätte das Paket unterschalgen. Da ich jedoch fürs Geschäft täglich ca. 10 Pakete bekomme und es bei uns üblich ist das die Nachbarn die Pakete vor die Türe stellen ( Sind nur 6 Familien und die Türe ist auch den ganzen Tag verschlossen) weiß ich auch nicht mehr ob ich das Paket überhaupt vor die Türe gelegt habe oder ob es der Postbote wieder mitgenommen hat, oder ob ich sogar geklinelt habe- war ja angeblich ein Einschreiben.- das ich eigentlich nicht annehmen darf da wohl EIGENHÄNDIG daraufstand. Da ich morgen eine Aussage bei der Polizei machen soll, weiß ich nicht in wieweit ich für das Paket haftbar gemacht werden kann, den unsere Nachbarin wohnt im 2 OG und bis da hoch geht nur Sie und ein anderer Nachbar. Außerdem weiß ich ja nichts mehr von dem Paket und ob meine Unerschrift auf dem angeblichen Rückschein ist, springt in solchen Fällen evtl. die haftpflichtversicherung ein. Und wie kann ich beweisen das mein nachbar das Paket erhalten hat, selbst wenn ich es annehme und dafür unterschreibe, dann bei ihm klingle und es ihm in die Hand drücke- bei der Post habe ich unterschrieben und nicht der Nachbar- da will mann Hilfsbereit sein- und dass hat man nun davon !!

Danke für eine schnelle Antwort
Sehr geehrter Anfragender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

1. Strafrecht
Strafrechtlich müsste Ihnen bewiesen werden, dass Sie das Paket genommen bzw. behalten haben. Wenn die übrigen Nachbarn bestätigen, dass Sie immer die Pakete annehmen und vor die Tür legen, wird der Nachweis schwierig bis unmöglich. Dann würde das Verfahren aller Wahrscheinlichkeit nach eingestellt werden.

2. Zivilrechtlich
Denkbar wären Schadensersatzansprüche, weil Sie das Paket ungesichert auf die Treppe gelegt haben. Hier könnten Sie zunächst bestreiten, dass Paket überhaupt angenommen zu haben. Aber wenn Sie ein Protokoll unterschrieben haben, dann bringt das nichts.

Falls Sie auch für diese Nachbarin bereits in der Vergangenheit Pakete angenommen und entsprechend abgelegt haben, dann könnte man argumentieren, dass Sie den Auftrag bzw. die Geschäftsführung ohne Auftrag ín der üblichen Weise und der geschuldeten Sorgfalt vorgenommen haben. Dann wäre das Diebstahlsrisiko wieder bei der Auftraggeberin = der Nachbarin.

Aus diesem Grund sollten Sie sich überlegen, wer ggf. bezeugen könnte, dass Sie bereits in der Vergangenheit für diese Nachbarin Pakete angenommen haben.

Ansonsten könnten Sie noch die anderen Nachbarn für die Üblichkeit als Zeugen anführen. Das beweist genau genommen aber nur, dass es im Verhältnis zu den anderen üblich ist. Nicht aber, ob es im Verhältnis zu der fraglichen Nachbarin üblich war. Aus diesem Grund kann das nur eine Hilfsargumentation sein.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -
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