Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
141.919 Fragen, 59.611 Anwaltsbewertungen
450.467
Registrierte
Nutzer
businessandmore.de Anwalt? Hier lang  | 

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Frag-einen-Anwalt Prime

Schließen

ist ein neuer Service von 123recht.net und Frag-einen-Anwalt.de, damit Sie noch einfacher zu Ihrem Recht kommen. Wir garantieren Ihnen:

  • Schnelles Feedback

    Wir melden uns noch heute bei Ihnen.

  • Kostenlose erste Einschätzung

    Sie erhalten eine kostenlose erste Einschätzung Ihres Problems.

  • Erfahrene Kanzlei

    Wir kennen Theorie und Praxis. In unserer Kanzlei arbeiten Anwälte mit über fünfjähriger Berufserfahrung im Strafrecht.

  • Transparenz

    Vor einer Beauftragung nennen wir Ihnen immer sämtliche Folgekosten. Wir teilen mit, was wir machen werden und bis wann.

  • Bundesweite Mandatsbearbeitung

    Wir helfen Ihnen zu Ihrem Recht, egal wo Sie sitzen, ohne Mehrkosten.

  • Verlässlicher Service

    Sollten Sie uns beauftragen: Wir halten jeden weiteren Termin, den wir Ihnen zusagen.

Schließen

PC-Monitor ersteigert, dieser kam defekt an


01.12.2004 15:40 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Hallo,
habe bei www.hood.de einen PC Monitor ersteigert, der allerdings nicht funktioniert. Der Verkäufer sagt er hätte 2 Zeugen die bestätigen können, daß der Monitor noch vor dem Versenden lief.
Er sagt es liegt ein Transportschaden vor, diesen müsse ich mit der Post regeln. Dies habe ich getan aber die Post kommt dafür nicht auf. Die Post schreibt: Der Inhalt wurde nicht ausreichend Verpackt. Die Innenverpackung war für den Inhalt nicht ausreichend.
Gut, das habe ich dem Verkäufer geschrieben und der schrieb zurück er hätte es mit besten Wissen und Gewissen verpackt und er könne auch nichts weiter machen, er wäre nicht der richtige Ansprechpartner.

Ich schreibe mal eben den Auktionstext hier rein:
Verkaufe fast neuwertigen 17" Monitor, 85 Hz, Auflösung bis 1280x1024, Marke NEC, Low Radiation wegen Kauf eines TFT-Monitors. Habe leider augenblicklich keine Möglichkeit, ein Bild ins Netz zu setzen. Versandkosten gehen zu Lasten des Käufers. Zahlung per Scheck oder Überweisung. Selbstabholung ist auch möglich.

Das war alles was in der Auktion drinn stand.
Nun gut, daraufhin habe ich ihm geschrieben:

Auch als Privatperson hat man 2 Jahre Gewährleistungspflicht. Diese haben Sie nicht ausgeschlossen. Da der defekte Monitor auf einen Transportschaden aufgrund unzureichender Verpackung zurückzuführen ist, ist der Verkäufer voll haftbar.

Daraufhin kam diese Mail wieder:

als Privatmann habe ich keine Gewährleistungspflicht, hatte dieses aber auch angegeben. Außerdem habe ich die Ware nach bestem Wissen und Gewissen verpackt. Somit gibt es keine Ansprüche. Ich habe mich bereits bei meinem Anwalt erkundigt. Ihre Klage würde keinen Erfolg haben


Jetzt frage ich mich aber wo er seine Gewährleistungspflicht ausgeschlossen hat. In der Auktion steht nichts von drinn.
Wer hat denn nun Recht? Der Verkäufer oder ich? Habe ich eine Chance mein Geld wieder zu bekommen?

Vielen Dank im voraus
Danny01
Sehr geehrter Anfragender,

zunächst einmal ist ein Gewährleistungsrecht die gesetzliche Folge für jeden Verkäufer. Privatpersonen können nur im Gegensatz zu Unternehmer die Gewährleistung vollständig ausschließen. Dies müssen sie jedoch auch tun; ansonsten bleibt es bei dem gesetzlichen Grundsatz.

Wenn der von Ihnen angegebene Auktionstext so vollständig ist, dann wäre Gewährleistungsausschluss vereinbart. Ein Hinweis auf die auf der Mich-Seite (falls es soetwas bei hood.de gibt), wäre nicht ausreichend. Abschließend kann dies nur beurteilt werden, wenn die entsprechende Auktion selbst einmal geprüft wird.

Eine Chance, Ihr Geld wieder zu bekommen haben Sie dann, wenn Sie

1. dem Verkäufer eine letzte kurze Zahlungsfrist (ca. 5 Tage) per Post - am besten Einwurf-Einschreiben - setzen,

2. nach Ablauf der Frist einen Anwalt einschalten, der

3. den Verkäufer verklagt mit der Begründung entweder

a) einen fehlerhaften Monitor verkauft zu haben, oder

b) die Nebenpflicht der ordnungsgemäßen Verpackung verletzt zu haben,

4. der Deutschen Post in dem Prozess den Streit verkündet für den Fall, dass vor Gericht bewiesen wird, dass a) der Monitor nicht mangelhaft und b) die Verpackung auch nicht ungenügend war.

In dieser Konstellation könnten Sie rechtlich nicht verlieren. Ihr Geld anschließend wohl möglich im Wege der Zwangsvollstreckung beitreiben zu müssen, steht jedoch noch auf einem anderen Blatt. Ob bei dem Verkäufer überhaupt etwas zu holen ist, kann von hier aus naturgemäß nicht beurteilt werden.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 53799 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
sehr hilfreich! ...
3,6/5,0
Die Beantwortung der ersten Frage erfolgte teilweise, die zweite Frage wurde gar nicht beantwortet. ...
4,8/5,0
Prima Arbeit, kurz prägnant und zielgerichtet. ...