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P-Konto Geldsperre


16.12.2016 08:09 |
Preis: 40,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Variierende Freibeträge der Bank bei einem P-Konto


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe 2 aktive Pfändungen auf meinem Konto und blick langsam nicht durch wie das System der Bank arbeitet.

Ich habe seit dem 31.10.16 einen neuen Job dessen Verdienst oberhalb meines Pfändungsfreibetrages liegt.Circa 250 € .

Im letzten Monat hatte ich neben einer Gehaltszahlung von 1452 € weitere Gutschriften durch eine Lastschriftrückgabe und 2 Überweisungen meiner Freundin die zu Gesamtgutschriften von 1776 € führten.Die Bank hat alles offen gelassen und einen Betrag von 539 € gesperrt.

Ich bin davon ausgegangen das dieser Betrag abgeführt wird.Wurde er aber nicht am 1.12.16 stand dieser Betrag zur vollen Verfügung.

Gestern kam mein Gehalt in Höhe von 1470 € auf mein Konto.

Heute sehe ich in meinem Finanzstatus das davon nur 515 € freigegeben wurden.

Die Frage die ich nun gerne beantwortet haben möchte lautet wieso? Wird Anfang Januar wieder was frei gegeben? Oder abgeführt?

Zu erwähnen ist noch das ich davor die Monate zwar ein Pkonto hatte aber ohne Einkünfte regelmäßig bzw unterhalb der Pfäandungsfreigrenze.

16.12.2016 | 09:25

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Die Besonderheit bei einem sog. P-Konto ist die, dass ein Grundfreibetrag jeden Monat geschützt ist. Der Grundfreibetrag beträgt 1.073,88 € momentan. Aber hier ist Vorsicht geboten. Der Schutz von Beträgen, die unterhalb des Freibetrags liegen, ist in Gefahr, wenn sie über mehr als einen Monatswechsel auf dem gepfändeten Konto verbleiben!
Dies kann bei Ihnen dazu geführt haben, dass hier unterschiedliche Beträge freigegeben wurden.
Eventuell ist auch folgende Situation eingetreten: Das P-Konto erlaubt es Kontoinhabern trotz Kontopfändung Restguthaben aus dem nicht ausgeschöpften Freibetrag eines Monats einmalig in den nächsten Monat zu übertragen. Es soll damit die Möglichkeit eingeräumt werden, kleinere Rücklage zu bilden. Im Folgemonat muss dann erstmals das aus dem Vormonat angesparte Geld komplett verbraucht werden. Das nicht verbrauchte, also quasi neue Geld, kann bis zur Höhe des nicht verbrauchten Freibetrags aus diesem Monat wieder in den nächsten Monat übertragen werden usw.

Die Bank selbst gibt den Teil des Einkommens frei, der über dem Grundfreibetrag liegt. Dieser Teil wird an die Gläubiger abgeführt, der Rest Ihnen zur Verfügung gestellt. Je nach Einkommen variieren die abgeführten Beträge, der Grundfreibetrag bleibt jedoch (zumeist) identisch.

Es ist zu empfehlen, die Bank darauf anzusprechen und sich das erklären zu lassen. Denkbar sind nach meinem Dafürhalten, die beiden o.g. Positionen, nachdem der freigegebene Betrag mithin variieren kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Wübbe

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