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Optionsvertrag für Bauerwartungsland


05.12.2014 09:01 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Ich möchte ein grösseres Grundstück erwerben, welches als Bauerwartungsland angeboten wird, diese Bezeichnung bzw. Wertigkeit ist auch lt. ImmoWertV § 5 Absatz 2 gerechtfertigt, da auch das Gebiet bereits in einem Flächennutzungsplan als Mischgebiet ausgewiesen ist. Ich habe bereits zusammen mit einem Architetken eine Planung erstellt und der Gemeinde u. dem LA vorgestellt, wobei es hier noch bzgl.enger Bebauung ein paar Unstimmigkeiten mit den Behörden gibt. Da das Bauerwartungsland am Ortsrand liegt , hat die Gemeinde einen Anspruch auf Abtretung von 50% der Nettobaufläche für Einh.modell, die auch nur mit einem festem m2/Preis von der Gemeinde erworben wird. Erforderlich ist ja nun vorab die Klärung der ca. Bebauung, sowie die anschliessende Beauftragung eines Bebauungsplanes, diese Kosten werden zum großen Teil mir berechnet. Zeitlich wird das Ganze ca. mind. 1 Jahr in Anspruch nehmen, bevor dann alles Bauland wird bwz. dann ist. Dies hier nur mal als Grundlageninformation für Sie.

Ich beabsichtige nun vorab einen Optionsvertrag (ohne Notar) mit den Grundstückeigentümern (sind hier 2) zu schliessen, der natürlich mind. 1 Jahr laufen muß.
Vorgeschoben werde ich die Kaufpreisangebote stellen, da ich mit dem momantan Kaufpreis nicht einverstanden bin, da auch nicht unerhebliche Erschliessungsmaßnahmen hier zu bewerkstelligen sind. Der Optionsvertrag sollte auch beinhalten, dass auch eine Dritte Person oder Gesellschaft erwerben kann u. ganz wichtig, dass nach Ablauf der Optionsfrist ich als Optionsnehmer verlängern kann, sollte bis dann der Bebauungsplan noch nicht rechtskräftig sein. Sollte aus irgeneinem Grund meinerseits die Option nicht eingelöst werden, enstehen mir keinerlei Kosten, auch für den Optionsvertrag entsehen für mich keinerlei Kosten usw. Desweiteren darf der Optionsgeber das Grundstück während der Optiosnzeit nicht mehr anbieten oder vermarkten bzw. auch kein Dritter.

mfg Der Projektierer

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Sehr geehrter Ratsuchender,


die von Ihnen geäußerten Wünsche sind machbar und bei entsprechender Formulierung vertraglich fixierbar; nicht ganz unproblematisch ist die Verlängerungsoption, da diese nicht unbegrenzt müglich wäre.


Ich würde aber dringend dazu raten, noch eine Vertragsstrafe in den Vertrag mit aufzunehmen, um eine entsprechende Hemmschwelle für eine mögliche Vertragsverletzung zu erhöhen - ohne eine solche Strafe könnte der Verkäufer bei einem entsprechenden Angebot von dritter Seite sonst auf dumme Ideen kommen und letztlich auf den Vertrag "pfeifen".


Ich würde allerdings dringend dazu raten, den Vertrag von einem Rechtsanwalt fertigen zu lassen; das könnte selbstverständlich auch über unser Büro erfolge.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg
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