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Online gekaufter DVD Player


11.11.2008 09:19 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Ich habe einen DVD Player bei einem Internethändler bestellt und für 270 € auch bekommen.
Nach kurzer Zeit war der Player defekt, ich habe ihn verpackt und an das Onlinehaus zurück gesandt.
Dabei wird so verfahren, dass man telefonisch die Reklamation anmeldet und dann einen Paketschein, für ein vom Online Versandhaus beauftragten Paketdienst bekommt, der die Ware dann abholt.
Das Gerät kam zurück, allerdings mit einem anderen Defekt. Es reagierte nicht mehr auf die Fernbedienung und auf die Bedientasten.

Gleiches Verfahren zum zweiten mal. Das Gerät habe ich verpackt in ein passendes Postpaket mit zwei großen ca 5 cm starken Schaumstoffplatten.
Nach einiger Zeit bekam ich Bilder von dem totat demolierten Gerät, per e-mail.
Bruch des Displays, das Gerät verbeult , sogar eine Stauchung an der Gehäusecke, die eine höhere Gewalteinwirkung voraussetzt.

Der Online Händler teilte mit mit, das Gerät sei nicht richtig verpackt gewesen und es könne zunächst ein kostenpflichtiger Kostenvoranschlag gemacht und dann ggf. das Gerät auf meine Kosten repariert werden.
Ich erkundigte mich, ob ich den Transportschaden beim Paketdienst reklamieren kann, was aber nicht möglich ist, da ich nicht Auftraggeber bin.
Der Online Händler stellt sich stur und mich vor die Wahl entweder so zu verfahren wie er vorgeschlagen hat oder mit das defekte Gerät zur Entsorgung nach Hause zu senden.
Meine Frage:
Habe ich noch eine Möglichkeit irgendetwas zu tun in der Angelegenheit?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre gestellte Frage beantworte ich wie folgt:

Die Beschädigung des DVD-Players geht dann zu Ihren Lasten, wenn das Gerät von Ihnen nicht ordnungsgemäß verpackt worden ist. Bei einer ordnungsgemäßen Verpackung liegt das Risiko der Beschädigung bei der Rücksendung beim Verkäufer, der dann ggf. beim Paketdienst Regress nehmen kann.

Die Tatsache, dass das Gerät nicht ordnungsgemäß verpackt wurde, hat der Verkäufer im Streitfall zu beweisen. Ob Ihr Gerät im Einzelfall hinreichend verpackt war und welche Beweismöglichkeiten der Verkäufer hat, müßte konkret geprüft werden und kann aus der Ferne hier leider nicht abschliessend bewertet werden. Erörtert werden sollte auch, ob und wie Sie im Streitfall ggf. die von Ihnen gewählte Art der Verpackung darlegen können, um auf Ausführungen des Verkäufers reagieren zu können.

Vergleichen Sie vorab die Verpackungsrichtlinien des Paketdienstes mit Ihrer Verpackung; der Erfolg in der Sache steht und fällt voraussichtlich an der Frage, ob ordnungsgemäß verpackt wurde oder nicht. Wenn Sie der Auffassung sind, dass die Verpackung hinreichend war, setzen Sie dem Händler eine Frist zur Ausführung der Nachbesserung. Erhalten Sie das Gerät bis zum Fristablauf nicht repariert zurück, können Sie vom Kaufvertrag zurücktreten und den Kaufpreis zurückfordern.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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