Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
457.559
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nutzungsvereinbarung Wasserbassin


18.12.2014 09:01 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von



Guten Tag,

mein Nachbar (leider feindseliges Verhältnis, Nachbar wohnt hier schon
lange und ich bin neu dazu gezogen) und ich beziehen unser Wasser aus
einer privaten Quell-Fassung / Wasserbassin auf einem weiteren Grundstück
(ebenfalls mein Grundstück). Für den Erwerb des Grundstücks, Pflege des
Bassins sind Kosten entstanden und auch in Zukunft fallen Kosten an. Ich
möchte nun das der Nachbar ein Nutzungsentgelt für die Nutzung meines
Wasserbassins leistet (der will das sicher nicht). Ich habe seit 6 Monaten
die wasserrechtliche Erlaubnis für das ganze. Damit ist die Sache auch
rechtens, was es die ganzen Jahre zuvor gar nicht war (Wasserbenutzung
durch unsere beiden Häuser lief ohne Wasserrechtliche Erlaubnis). Das
Wasser wurde durch beide Häuser einfach immer so genutzt. Die Leitung
quert einen öffentlichen Weg bevor diese in das Nachbarhaus und mein Haus
gelangt.

Der Nachbar wird mir keinen Vertrag unterschreiben, ein Anschluss an das
öffentliche Netz ist sehr teuer (wird er auch nicht machen) da hier nur
zwei Häuser stehen und Bahngleise gequert werden müssten...(nur zur Info)
Wie kann ich eine monatliche Nutzungsgebühr geltend machen und welches
Wassergeld kann ich verlangen. Die Gebühr würde ich wie folgt berechnen:
geschätzte Herstellungskosten Bassin 12T€ davon 50% Zeitwert = 6T€ +
Instandhaltung für 10 Jahre 3T€
Summe = 9T€ je Partei also 4500,- Euro und das auf 10 Jahre umgelegt =
450,- Euro pro Jahr oder 37,50 Euro pro Monat.
Auch das Wasser würde ich mir gern bezahlen lassen mit 0,1-1,0 Euro pro m³.

Ich kann natürlich keine Gewähr daruaf geben das zum Beispiel in trockenen
Sommermonaten immer ausreichend Wasser zur Verfügung sthet, kommt
eigentlich nicht vor könnte aber sein, genauso haben beide Parteien vom
Gesundheitsamt die Auflage sich Wasserfilter einzubauen, damit das Wasser
auch als Triunkwasser genutzt werden kann. Ich liefere also nur
Brauchwasser. Muss der NAchbar einen Wasserzähler einbau um die
Wassermenge zu bestimmen oder muss ich das tun? Technisch wäre dies eher
nur im Haus des NAchbarn möglich.

Wie teilt man dies alles mit? Kann ich einfach einen sozusagen
"einseitigen Vertrag" den Nachbarn zukommen lassen? Wie sollte dieser
aussehen?

Ich würde mich riesig über Ihre Hilfe freuen, da das ganze hier vor Ort
bisher sehr einseitig alles Verläuft und mein Besitz und Grenzen nicht
wirklich beachtet werden (bin ja der neue und unser Grundstück wurde viele
Jahre davor von den NAchbarn mit genutzt, was nun nicht mehr geht - ich
jedoch keinen Streit will, es aber auch nicht sich im Gespräch wirklich
klären läßt, da die Ansichten des Nachbarn weit die Realität verfehlen -
er denk zum Beispiel das Ihm die Quellfassung gehört und einiges mehr - es
gibt natürlich keine Dienstbarkeiten oder ähnliches)

Vielen Dank für Ihre Unterstützung im Voraus.


Einsatz editiert am 21.12.2014 03:36:39
21.12.2014 | 22:50

Antwort

von


75 Bewertungen
Fährstr. 2
06114 Halle

Tel: 0345-6141691
Web: www.anwalt-plus.com
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen im Rahmen der von Ihnen gebuchten Erstberatung wie folgt beantworten:

Da Ihnen das Grundstück, auf dem sich die Wasserentnahmestelle befindet, allein gehört, sind Sie nicht verpflichtet, andere Personen/Haushalte an dem Wasser partizipieren zu lassen.

Grundsätzlich könnten Sie daher Ihrem Nachbarn schriftlich mitteilen, dass er ab einem bestimmten Datum (z.B. ab 01.03.2015) kein Wasser mehr entnehmen darf und Sie die Zuleitung absperren.

Für eine vertragliche Regelung über den Weiterbezug brauchen Sie die Zustimmung des Nachbarn, da ein Vertrag immer zweiseitig ist. Einen Vertragsentwurf können Sie dem Nachbarn aber zukommen lassen.

Die von Ihnen angedachte Regelung käme daher durchaus in Betracht, wobei ich an Ihrer Stelle das zu entnehmende Wasser nicht noch extra nach m³ Verbrauch berechnen würde, weil Sie dann zum einen immer eine Abrechnung erstellen müssten, zum anderen es Schwierigkeiten geben könnte, wenn der Nachbar Ihnen die Zählerstände nicht mitteilt oder aber unzutreffende Angaben hierzu macht. Ein Streit wäre da vorprogrammiert. Außerdem müssten bei Ihnen und bei dem Nachbarn entsprechende Wasseruhren installiert werden. Schlagen Sie daher einfach einen Betrag für die Wasserentnahme auf den Monatsbetrag auf und verlangen z.B. 49,80 € pauschal monatlich für die Wasserentnahme.

Einen entsprechenden Vertrag müssten Sie Ihrem Nachbarn dann unter Nennung einer Annahmefrist schriftlich (Einschreiben/Rückschein) zukommen lassen und gleichzeitig mitteilen, dass Sie die weitere Wasserentnahme nur auf vertraglicher Grundlage gestatten können und ansonsten die Möglichkeit besteht, dass sich Ihr Nachbar an die öffentliche Wasserversorgung anschließen lässt.

Die Formulierung eines Vertrages, hierfür bitte ich um Verständnis, kann nicht Gegenstand einer Erstberatung, für die ja Sonderkonditionen gelten, sein. Hierzu empfehle ich, hier eine entsprechende Anwalt-Direktanfrage zu starten oder einen örtlichen Kollegen aufzusuchen, der Ihnen einen Vetrag aufsetzt. Zu beachten wäre hierbei, dass der Vertrag eine Laufzeit von 10 Jahren haben sollte, da Ihre Kostenberechnung auf diesen Zeitraum ausgelegt ist.

Abschließend hoffe ich, Ihnen einen ersten Überblick zu dem angefragten Themenbereich verschafft zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Bei Unklarheiten in der Beantwortung können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Dies gilt jedoch nicht für neue oder nun neu aufgetretene Fragen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Frank Phileas Lemmer

ANTWORT VON

75 Bewertungen

Fährstr. 2
06114 Halle

Tel: 0345-6141691
Web: www.anwalt-plus.com
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Mietrecht, Baurecht, Erbrecht, Vertragsrecht, Wirtschaftsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 55151 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Beantwortung meiner Frage war sehr aufschlussreich, wir sind sehr zufrieden. Das Problem wurde verständlich aufgeschlüsselt und umfangreich beantwortet. Der Anwalt war professionell neutral freundlich. Ich würde diesen Anwalt ... ...
5,0/5,0
Sehr schnelle und verständliche Antwort. War mir eine große Hilfe. Jederzeit gerne wieder! ...
5,0/5,0
Bin auf den Erfolg gespannt, aber ich denke es passt alles. Sehr schnell und ausführlich beantwortet. Nur zu empfehlen... ...