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Nutzungsausgleich Lebenspartner


01.09.2017 10:14 |
Preis: 40,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,
bei mir geht es um folgenden Sachverhalt:
Ich habe mich von meinem Lebenspartner getrennt, mit dem ich eine gemeinsame Immobilie (EFH) besitze und wo wir beide hälftig einen Kredit bedienen.
Nun habe ich mir eine Wohnung gesucht u wollte mit ihm eine entsprechende Vereinbarung über die Kosten treffen, jedoch kommen wir nicht zu einem Konsens. Miete und Rate sind mir auf Dauer zuviel und er will partout nicht das Haus verkaufen, mich auch nicht auszahlen u auch keinen Nutzungsausgleich zahlen.
Nun erwäge ich, wieder in das Haus einzuziehen und mir das obere Stockwerk einzurichten. Dort stehen jedoch seine Schlafzimmermöbel.
Darf ich eigenmächtig diese Möbel in seiner Abwesenheit umräumen, sprich in das Kellerzimmer stellen, um mich dann oben einzurichten? Welche Konsequenzen könnte das für mich haben?
Von einer Teilungsversteigerung möchte ich nämlich noch Abstand nehmen.
Danke im Voraus.
Beste Grüße
K.H.
01.09.2017 | 11:03

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,


das es wahrscheinlich (leider) keinen gesonderten Partnerschaftsvertrag gibt, wird Ihr Vorhaben sich so nicht gegen den Willen es ehemaligen Lebenspartners rechtlich durchsetzen lassen:


Zwar haben Sie noch das Recht, wieder in das Haus einzuziehen.

Aber ein eigenmächtiges Umräumen gegen den erklärten Willen des Ex-Partners ist nicht möglich, da eben BEIDE das Nutzungsrecht haben und bei mangelnder Einigung dann letztlich nur die gerichtliche Entscheidung auch zum Nutzungsumfang und Aufteilung übrig bleibt.

Räumen Sie nun ohne so eine Entscheidung um, kann der Expartner die Rücknahme verlangen. Zumal, wenn die bisherige Nutzung wohl den ursprünglichen (Aufteilungs-)Vereinbarungen entsprochen haben, würde dann ein mögliches Gerichtsverfahren gegen Sie ausgehen.

Zudem werden Sie natürlich auch weiter damit rechnen müssen, dass in Zeiten ihrer Abwesenheit, dann ein gleichfalls nicht zulässiges "Rückräumen" gleichwohl erfolgt.




Daher sollte nochmals versucht werden, eine Einigung herbeizuführen, da das künftige (beiderseitige) Verhalten sonst in reiner Geldvernichtung enden dürfe - die Teilungsversteigerung wäre dann sogar noch die wohl bessere Alternative.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


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