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Nutzungsausfallentschädigung nicht in voller Höhe bezahlt


| 21.12.2012 12:34 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Am 13.11.2012 beschädigte ein nach links abbiegender LKW mit Sattelauflieger mein Fahrzeug. Die Beschädigung war der linke Aussenspiegel und dieser wurde dann auch von der gegnerischen Versicherung gegenüber der Repararturwerkstatt anstandslos ersetzt.

Das Fahrzeug stand vom 13.11.2012 (Unfalltag) bis zum 21.11.2012 in der Werkstatt. Mein Fahrzeug ist ein CLK 230K mit BJ 1999. Die generische Versicherung bezahlte 2 Tage Nutzungsausfall zzgl. 25.- Kostenpauschale. Meine Forderung betrug 475.-€ (9Tx50.-+25.-). Ich nahme in der Zeit das Fahrzeug meiner Frau.

Die lange Standzeit (auch noch ein Wochenende) erklärt sich durch Falschlieferung durch Mercedes Benz. Die Repararturwerkstatt bestellte die Ersatzteile mit der Fahrgestellnummer. Geliefert wurden nicht passende Teile. Nach Auskunft MB fand 1999 nach 2000 ein Modellwechsel statt und mein CLK erhielt wohl einen Aussenspiegel des Nachfolgemodells. Mercedes hat dann nachgeliefert.

2 Anwälte (ADAC, ARAG) befragte ich zu diesem Thema und erhielt 2 unterschiedliche Auskünfte. Anwalt A meinte ich muss die lange Repararturzeit nicht verantworten und die generische Versicherung muss zahlen. Anwalt B meinte ebenfalls dass ich die Repararturzeit nicht verantworten hätte, allerdings müsse ich nun gegen Mercedes Benz klagen, damit MB die Differenzzeiten und -beträge übernimmt.

Jetzt hätte ich ganz gerne eine Drittmeinung.

Vielen Dank

21.12.2012 | 13:24

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Nach Ihren Angaben gehe ich davon aus, dass die gegnerische Haftpflichtversicherung hinsichtlich der Nutzungsausfallentschädigung den Einwand erhoben hat, Sie hätten durch verlängerte Standzeiten gegen Ihre Schdenminderungspflicht nach § 254 Abs. 2 BGB verstossen.

Wenn die verlängerte Standzeit nach Ihrer Schilderung darauf beruhte, dass zunächst falsche Ersatzteile geliefert wurden, so haben Sie dies NICHT zu vertreten und NICHT gegen Ihre Schadenminderungspflicht verstossen, und zwar unabhängig davon, ob der Fehler der Werkstatt oder MB unterlaufen ist.

Der Grund hierfür liegt darin, dass die vom Unfallgeschädigten beauftragte Reparaturwerkstatt nicht Erfüllungsgehilfe des Geschädigten ist und der Geschädigte auf die Arbeit der Werkstatt keinen Einfluss hat (BGH NJW 1975,160). Fehler der Reparaturwerkstatt gehen im Verhältnis zum Schädiger vielmehr grundsätzlich nicht zu Lasten des Geschädigten, sondern zu Lasten des Schädigers (und dessen Haftpflichtversicherung).

Erst recht haben Sie nicht für etwaige Fehler von Mercedes-Benz einzustehen, weil zwischen Ihnen und MB hinsichtlich der Lieferung der Ersatzteile keine vertraglichen Beziehungen bestanden haben, sondern nur zwischen der Werkstatt und MB.

Im Ergebnis war also die Antwort des Anwalts A richtig, dass die gegnerische Haftpflichtversicherung die Nutzungsausfallentschädigung in vollem Umfang bezahlen muss.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Moosmann, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann

Bewertung des Fragestellers 30.12.2012 | 18:00


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