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Notlagentarif


| 20.12.2013 23:22 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber



Ich bin seit ca. 25 Jahren PKV versichert.
Seit 10 Jahren bin ich jetzt Rentner, 76 Jahre alt.
Da die Beiträge immer höher wurden, habe sei ca. 7 Jahren einen abgespeckten
Tarif bei der AXA mit 360,-- € jährlicher Selbstbeteiligung.
Mit EL Bonus, Z- Pro, PVN, zaahle ich 377,34 € monatlich.
Meine private Altersvorsorge aus meiner Tätigkeit als geschäftsführender Gesellschafter
ist mit monatlichen Zahlungen in1 Jahr ausgelaufen, sodass ich ab Ende des nächsten Jahres
nur eine gesetzliche Rente habe von 536,-- € monatlich.
In den Medien lese ich, dass wenn man Schulden bei Krankenkassen hat aus
Beitrags Zahlungsrückständen, diese auf Antrag bis 31.12.201 erlassen bekommt,
und es wurde hierfür ein Notlagentarif eingeführt, von ca. 100,--€ monatlich
Wer bis dahin nicht einen Antrag gestellt hat, muss wohl weiterhin nachzahlen.
Da ich in 1 Jahr auch nicht mehr den Beitrag entrichten kann, werden meine Schulden
sich ja auch anhäufen ohne Ausicht auf einen neuerlichen Shuldenerlass.
Frage: muß ich solange warten bis dieser Fall eintritt. Keinen Beitrag bezahlen.
Oder kann ich vorab in den Notlagentarif wechseln,
Oder wird das Sozialamt mir auf Antrag einen Teil bezahlen, oder beides.
Muss evt. mein Lebenspartner für mich PKV bezahlen.
mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Der Notlagentarif ist nur dann möglich, wenn Sie bereits Schulden bei der Krankenkasse haben. Er dient auch nur dazu, Schulden abzubauen. D.h., ohne Schulden haben Sie leider keine Möglichkeit, in den Notlagentarif zu wechseln.

Allerdings haben Sie die Möglichkeit, beim Sozialamt Grundsicherung zusätzlich zur Rente zu beantragen. Dann wird auch die Krankenkasse von dem Sozialamt übernommen. Allerdings setzt das voraus, dass sowohl Sie als auch Ihr Lebenspartner vermögenslos sind.

Im Rahmen der gegenseitigen lebenspartnerschaftlichen Unterhaltsversorgung haben Sie gegen Ihren Lebenspartner in der Tat einen Anspruch auf Unterhalt. Dieser bemißt sich nach Ihrem Einkommen und dem des Lebenspartners und lautet auf einen entsprechenden Geldbetrag, aber nicht auf Übernahme der Krankenversicherungsprämien.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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Bewertung des Fragestellers 23.12.2013 | 10:38


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