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Nießbrauch oder Leihe an einer Wohnung


12.12.2013 16:53 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle



Mein Sohn ist Besitzer eines Einfam.-Hauses. Im Souterraine befindet sich eine Wohnung, die er vermieten möchte. Da er dies aus zeitlichen Gründen nicht selbst organisieren möchte, diese Wohnung soll an Berlintouristen vermietet werden, soll ich als seine Mutter dies für ihn tun und auch die steuerlichen Angelegenheiten in meinem Namen regeln. Er würde mir für diese Wohnung einen Nießbrauch oder Leihe einräumen. Ich selbst wohne nicht im Haus. Bei einem Nießbrauch an der unteren Wohnung für mich wäre eine Grundbucheintragung erforderlich, was Geld und Zeit kostet. Eine Leihe wäre einfacher.
Meine Frage, kann ich mit einem Mietvertrag von meinem Sohn für die Souterrainewohnung als Leihe diese selbst nicht bewohnen sondern mit Einverständnis meines Sohnes untervermieten? Oder wird das steuerlich und rechtlich nicht akzeptiert?
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:

Der Nießbrauch ist immer dinglicher Natur, das bedeutet, dass das Nutzungs- und Fruchtziehungsrecht mit dem Bestand der Sache einhergeht und solange gilt, bis der Berechtigte dieses zurück gibt oder stirbt. Eine Übertragung an andere (Dritte) als an den Eigentümer der Sache ist ausgeschlossen.
Wie Sie das schon richtig erkannt haben, ist der Nießbrauch mit einer Eintragung in das Grundbuch und damit mit Kosten und Zeit verbunden.

Eine vertragliche Vereinbarung zwischen Ihnen und Ihrem Sohn erfüllt grundsätzlich aber auch die Bedingungen für eine Vermietung an Touristen und die steuerliche Handhabung.
Soweit im Verhältnis zwischen Ihnen beiden ein Entgelt für die Überlassung fließen soll, kann auf dieser Ebene auch keine steuerliche Anrechnung von Betriebskosten erfolgen, da keine Einkunftserzielungsabsicht vorliegt. In wie weit das auf Ihre Vermietungsabsicht durchschlägt ist anhand der vertraglichen Vereinbarung zwischen Ihnen und Ihrem Sohn zu beurteilen. Es könnte demnach also so sein, dass anzurechnende Betriebskosten aus der Vermietung an Berlintouristen gegen die Einkünfte aus diesen Aktivitäten nicht gegengerechnet werden könnten.

Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Andreas Wehle

Wilhelmstr. 90
52070 Aachen

tel.: +49 (0)241 538 099 48
fax: +49 (0)241 538 099 489
email: info@rechtsanwalt-andreaswehle.de
web: www.rechtsanwalt-andreaswehle.de

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