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Nicht eheliches Kind: Zuname als Doppelname beider Elternteile möglich?


| 20.03.2017 17:58 |
Preis: 25,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Zusammenfassung: Kein Doppelname des Kindes bei nicht Verheirateten möglich


Ein Kind von zwei nicht Verheirateten EU-Bürgern ist unterwegs.

Die Vergabe des Zunamens ist hier die Frage.

Wenn die Mutter Albinoni heißt und der Vater Meier - kann das Kind mit Zunamen Albinoni-Meier oder umgekehrt heißen ? Gesetzliche Fundstelle dazu?
20.03.2017 | 18:22

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nein, ein Doppelname des Kindes ist bei nicht verheirateten Paaren nicht möglich. § 1617 Abs. 1 BGB bestimmt, dass bei nicht verheiraten Paaren, die das gemeinsame Sorgerecht ausüben, entweder den Nachnamen der Mutter ODER der des Vaters wählen können.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Monika Gansel

Nachfrage vom Fragesteller 21.03.2017 | 11:09

Bekannte sagen mir, dass es einen BMI-Erlass oder ähnlich geben solle, der bestimme, dass ein Doppelname - also Albinoni-Meier oder umgekehrt - dann in Deutschland eintragungsfähig sei, wenn im Herkunftsland eines Elternteils - in diesem Fall ist die Mutter Italienerin und der Vater Deutscher - Doppelnamen zulässig seien. Angeblich sei so etwas in Deutschland auch schon eingetragen worden.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.03.2017 | 13:43

Nach kurzer Prüfung ist das meines Erachtens nicht möglich.

Nach BMI besteht für ausländisches Recht Italien folgende Möglichkeiten:

"Das Kind, dessen Eltern nicht miteinander verheiratet sind, erhält den Familiennamen des Elternteils, der es zuerst anerkannt hat. Bei gleichzeitiger Anerkennung der Vater- und der Mutterschaft erhält das Kind den Familiennamen des Vaters.
Wird die Vaterschaft nach der Mutterschaft anerkannt oder festgestellt, so erhält das Kind nach richterlicher Entscheidung den Familiennamen des Vaters, dem der Familienname der Mutter hinzugefügt werden kann."

Letztere könnte für Sie die Möglichkeit sein. Dafür gibt Ihr geschilderter Sachverhalt nicht genug her.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage verständlich beantwortet zu haben.

Ein kleiner Tipp für das nächste Mal: Bitte gleich alle Details (wie hier Italien) mit in den Sachverhalt mit aufnehmen. Jedes Weglassen oder Hinzufügen wichtiger Informationen kann zu einem völlig anderen Ergebnis führen.

Bewertung des Fragestellers 21.03.2017 | 18:40


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