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Neues Handy weit unter Wert ersteigert


| 26.12.2009 00:05 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn



Ich schildere kurz den Fall:

Ich habe vor einigen Tagen auf der Internet-Platform www.evo-x.de ein nagelneues Handy "HTC HD2" aus einer Vertragsverlängerung für 111,- Euro ersteigert. Dieses Gerät hat einen Wert von 599,- Euro.
Ich habe mich nach Auktionsende mit dem Vekäufer in Verbindung gesetzt, jedoch gab er mir sofort zu verstehen, dass er nicht bereit sei, das Gerät für den "lächerlichen" Betrag von 111,- Euro abzugeben.
Nach einigen Mails mit den Hinweisen, dass wir einen rechtsgültigen Kaufvertrag geschlossen haben, an den er sich halten muss, bat er mich, eine Nacht drüber zu schlafen, um sich dann wieder bei mir zu melden.
Am nächsten Tag meldete der Verkäufer sich und versuchte sich mit Ausreden vor der Einhaltung des Kaufvertrags zu drücken. Er sagte, er habe die Auktion starten wollen. Während des Vorgangs sei aber sein Browser abgestürzt und die Auktion wäre ohne sein Wissen gestartet worden.
Die Auktion lief allerdings 7 Tage und ich war der Höchstbieter.
Ich habe dem Verkäufer eine Frist gesetzt, um mir seine Bankverbindung mitzuteilen, jedoch meldet er sich nicht mehr bei mir.
Ich habe den Namen, das Geburtsdatum und den Wohnort des Verkäufers.
Meine Frage nun: Wie soll ich weiter vorgehen, was kostet dies und vor allem, muss der Verkäufer diese Kosten tragen???

Mit freundlichen Grüßen

T. Breier

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich im Rahmen dieses Forums und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Zunächst ist ein wirksamer Kaufvertrag zu Stande gekommen.
Der Verkäufer ist zur Übergabe und Übereignung verpflichtet, § 433 Abs. 1 S. 1 BGB.

Der Verkäufer kann seine Vertragserklärung wegen Irrtums grundsätzlich anfechten, wenn er eine Erklärung eines bestimmten Inhalts (z.B. einen bestimmten Startpreis) nicht abgeben wollte, § 119 Abs. 1, 2. Variante BGB.
Den Irrtum muss der Verkäufer beweisen.
Die Begründung des Verkäufers ist nicht stichhaltig. Ein abstürzender Browser bestätigt nicht den Auktionsbeginn.

Nach Ablauf der von Ihnen gesetzten Frist können Sie Klage auf Übergabe und Übereignung erheben oder zurücktreten und Schadensersatz statt der Leistung verlangen

Die Kosten nach Eintritt des Verzugs hat der Verkäufer zu tragen, wenn er nicht erfolgreich anfechten kann.

Die außergerichtlichen Rechtsanwaltskosten betragen bei einem Gegenstandswert von 599 EUR gemäß Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) 83,54 EUR, die Gerichtskosten 105 EUR, die Anwaltsgebühren für das Gerichtsverfahren nach RVG 160,65 EUR.

Für die genaue Formulierung des Klageantrags sollten Sie einen Rechtsanwalt beauftragen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Nachfrage vom Fragesteller 26.12.2009 | 01:37

Hallo,

vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner Fragen...
Eine blieb jedoch unbeantwortet:
Wie sieht es mit der Kostenübernahme aus? Muss der Verkäufer der Ware dafür aufkommen???

Würden Sie sich gegebenfalls des Falls annehmen? Oder wäre es besser einen Anwalt vor Ort zu konsultieren?

Ich bedanke mich im Vorraus für Ihre Mühen.

Mit freundlichen Grüßen

Timo Breier

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.12.2009 | 11:22

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn der Verkäufer nicht wirksam anfechten kann, hat er nach erfolglosem Fristablauf letztlich die Kosten der Rechtsverfolgung zu tragen.

Den Fall würde ich übernehmen.
Bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung kämen zu den bereits genannten Kosten aber noch Fahrtkosten für den auswärtigen Anwalt hinzu.
Es kann daher empfehlenswert sein, einen Anwalt vor Ort bzw. am Wohnort des Verkäufers zu beauftragen.

Bewertung des Fragestellers 03.01.2010 | 22:48


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