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Neues Erbrecht


| 01.12.2008 08:28 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Marlies Zerban



Guten Tag,
wir sind Geschwister und besitzen laut Grundbuch jeweils 50% eines Einfamilienwohnhauses (Bj. 1955). Nun ist die neue Erbschaftssteuer mehr als wahrscheinlich. Können wir diese, wie folgt, umgehen: Ich übertrage meiner Schwester noch 2008 notariell meine Hälfte in Form einer Schenkung und lasse mir alle Urkunden aushändigen (keine geht zum Grundbuchamt). Diese gebe ich meiner Schwester. Meine Schwester macht es -entgegengesetzt- ebenfalls. Wenn ein Teil stirbt, gibt der andere seine Urkunde zur Eintragung. Ist so eine Konstellation machbar? Danke.

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Sehr geehrtef Fragesteller,

ich beantworte gerne Ihre Frage im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes.

Zivilrechtlich mag Ihre Gestaltung möglich sein.Sie sollten bedenken, dass der Notar verpflichtet ist, eine Kopie des Vertrages an das jeweils zuständige Wohnsitzfinanzamt der Beteiligten zu übersenden. Dem Finanzamt ist daher dieser Vorgang bekannt.

Steuerlich wird die Gestaltung im Zweifel nur anerkannt, wenn Gründe vorgetragen werden können, die die Wahl dieser Gestaltung aus sachlichen Erwägungen darlegen und nicht erkennbar allein aus steuerlichen Gründen gewählt wurde. Möglicherweise wird das Finanzamt bereits ohne Vorliegen eines Eintragungsantrag beim Grundbuchamt die Schenkung als vollzogen ansehen. Schenkung im Sinne des Steuerrecht und Schenkung im Zivilrecht decken sich nicht eins zu eins. Das Finanzamt könnte die Auffassung vertreten, dass der Beschenkte bereits auf Kosten des Zuwendenden bereichert ist und zur Abgabe einer Schenkungsteuererklärung auffordern.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen,

mit freundlichen Grüßen

M. Zerban
Rechtanwältin
Steuerberaterin


Nachfrage vom Fragesteller 01.12.2008 | 15:26

Hallo Frau Zerban,

danke für die Information. Es ist natürlich alles nicht sehr
erquickend. Könnten Sie sich -im Zuge einer kostenpflichtigen Nachberatung- eine erfolgversprechendere Konstellation vorstellen ?


Gruß jh

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.12.2008 | 15:42

Sehr geehrter Fragesteller,

ich kann ohne genauere Kenntnis des Sachverhalts und der Familienverhältnisse hier vorab keine positive Prognose abgeben.
Sie können ja im Rahmen einer Direktanfrage hier die Sachlage ausführlicher darstellen,

mit freundlichen Grüßen

M. Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin

Bewertung des Fragestellers 17.11.2009 | 07:36


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FRAGESTELLER 17.11.2009 5/5.0
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