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Neuen Scheidungsantrag und Anwaltwechsel


11.10.2009 19:10 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla




Sehr geehrte Damen und Herren,


Betr: Neuen Scheidungsantrag und Anwaltwechsel


Im März 2006 habe ich mich von meiner Ehefrau getrennt und habe im April 2007 die Scheidung eingereicht! Die Scheidung läuft seit dem immer noch.
Meine Ehefrau ist 56 Jahre und ich 45 Jahre, wir hatten im August 1991 geheiratet!
Bisher wurden mehrere Formfehler und Versäumnisse durch meinen Anwalt gemacht (Unterlagen nicht weiter geleitet, Termine verpasst, Falsche Berechnungen angestellt usw.)
So das er mich bisher nur Negertiv vertreten hat.

Meine Ehefrau war und ist immer noch Berufstätig, arbeitet aber nur noch 18,5 Std in der Woche macht aber keine Anstalten sich um eine Vollzeitstelle oder Mehrarbeit zu kümmern!
Sie beruft sich darauf angeblich unter einer depressiven Episode zu leiden, was auch durch zwei Atteste bestätigt wurde!
Laut Beschluss vom Amtsgericht 28.11.2008 und Beschluss vom Oberlandesgericht am 12.05.2009 muss sie sich um eine Vollzeitstelle oder Mehrarbeit kümmern da es sich nur um einen vorübergehenden Zustand handelt und sie uneingeschränkt erwerbstätig sein kann.

Im Zugewinnausgleich hatte sie durch eine eidesstattlichen Versicherung falsche Angaben gemacht (Schenkungen von Geld, nur ein Sparbuch anstatt zwei usw.)
Sie behauptete sogar ich hätte vor unserer Ehe kein Auto, Bargeld, Spargeld, Konto usw .besessen was ich aber alles durch Unterlagen widerlegen konnte und auch musste!
Sie jedoch musste trotz mehrmaliger Aufforderung nie Beweise beibringen so wie im falle des zweiten Sparbuchs was angeblich nie existiert hatte!
Sich aber beim letzten Gerichtstermin am 08.10.2009 durch Zeugen der Bank sich herausgestellt hatte das sie bis Mitte 2006 ein zweites Sparbuch gehabt hat, das Gericht bzw.die Richterin darauf überhaupt nicht nachgehakt hat was einem doch sehr verwundert oder?
Sie lügt und das sogar mit einer eidesstattlichen Versicherung und kommt damit durch?!

Nun meine Fragen:

Da die Scheidung im April 2007 eingereicht worden ist beruft sich die Richterin hier noch auf das alte Scheidungsgesetz und würde mich sobald der Scheidungstermin kommt wohl für immer Zahlen lassen, kann ich den Scheidungsantrag Neu stellen damit ich nach dem neuen Gesetz geschieden werden kann? Ich Wohne im Regierungsbezirk Düsseldorf und habe einen Zweitwohnsitz in Köln kann ich sofern ich einen neuen Scheidungsantrag stellen kann ihn auch im Regierungsbezirk Köln einreichen? Sehe die Richterin als Befangen was man ja daran sieht dass sie nur von mir Beweise fordert und meine Ehefrau mit lügen so davon kommt.
Außerdem würde ich auch einen neuen Anwalt nehmen der ebenfalls aus Köln kommt und nicht hier aus Düsseldorf.
Das da Mehrkosten für mich entstehen ist mir vollkommen klar!

Vielen Dank
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 26 weitere Antworten zum Thema:
11.10.2009 | 20:46

Antwort

von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla
756 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank zunächst für Ihre erneute Anfrage!


Unter Berücksichtigung Ihrer Angaben beantworte ich die von Ihnen gestellte Fragen sehr gerne zusammenfassend wie folgt:


Zu 1.) Da die Scheidung im April 2007 eingereicht worden ist beruft sich die Richterin hier noch auf das alte Scheidungsgesetz und würde mich sobald der Scheidungstermin kommt wohl für immer Zahlen lassen, kann ich den Scheidungsantrag Neu stellen damit ich nach dem neuen Gesetz geschieden werden kann?


Den Scheidungsantrag können Sie zwar nicht direkt neu stellen, jedoch können Sie den ursprünglich eingereichten Antrag bis zur Urteilsverkündung zurücknehmen. In diesem Fall müssten Sie allerdings grundsätzlich die bis dahin entstandenen Kosten, also insbesondere die Gerichtskosten tragen.

Dann könnten Sie den Antrag auch grundsätzlich später erneut stellen. Über das dann anhängige Scheidungsverfahren wäre dann nach dem dann geltenden Scheidungsrecht zu urteilen.


Zu 2.)Ich Wohne im Regierungsbezirk Düsseldorf und habe einen Zweitwohnsitz in Köln kann ich sofern ich einen neuen Scheidungsantrag stellen kann ihn auch im Regierungsbezirk Köln einreichen?


Dies kann zwar aus der Ferne nicht abschließend beurteilt werden, da nicht alle relevanten Fakten vorhanden sind, ich gehe aber davon aus, dass dies nicht möglich ist, da in Köln weder die gemeinsame Ehewohnung war, noch ein gemeinsames Kind in Köln mit Ihnen lebt.

Nachfolgend habe ich Ihnen einen sehr informativen Link zu diesem Themenbereich beigefügt, in dem genau beschrieben ist, welches Gericht für einen Scheidungsantrag zuständig ist. Im Grundsatz ist jedoch nur ein Gericht zuständig, so dass in diesem Zusammenhang auch noch mal gründlich über die Stellung eines Befangenheitsantrages nachgedacht werden sollte:


http://www.finanztip.de/recht/familie/sperling/zustaendig.htm


Zu 3.) Sehe die Richterin als Befangen was man ja daran sieht dass sie nur von mir Beweise fordert und meine Ehefrau mit lügen so davon kommt.


Sollte sich die Richterin tatsächlich derart parteiisch verhalten, so wäre in der Tat ernsthaft über die Stellung eines entsprechenden Antrages nachzudenken. Sofern Sie hierfür beweise haben, wären auch die Erfolgschancen als überdurchschnittlich zu bewerten.

Ich gehe davon aus, dass Sie Zeugen hierfür haben. zumindest Ihr damaliger Prozessvertreter wird das Verhalten der Richterin bezeugen können.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen: Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Sonntagabend!


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de
Tel. 0471/3088132


Dr. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

ANTWORT VON
Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla
Bremerhaven

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