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Neue Tatsachen und Beweise


16.12.2004 12:04 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Ich habe nach dem Abi von 1997 bis 2002 in England studiert. Wenn ich die entsprechenden BFH-Urteile vom 17.12.02 oder vom 27.5.03 und vom 22.7.03 richtig deute, kann ich meine Studiengebühren als vorab entstandene Werbungskosten geltend machen, dies hat z. B. ein Studienkollege inzwischen für 2002 und 2003 erreicht.

Kann ich die Kosten, die vor 2002 anfielen, geltend machen? Für diese Jahre gibt es (zum Kindergeld-Nachweis für meine Eltern) bereits rechtskräftige Bescheide, weil ich minimale Zinseinkünfte hatte.

Kann ich für die Jahre 97 bis 2001 die Aufhebung oder Änderung der Bescheide wegen neuer Tatsachen oder Beweismittel erreichen? Bis dahin wäre ja lediglich der Sonderausgaben-Höchstbetrag akzeptiert worden.

Sämtliche Kosten wurden stets von meinem Konto gezahlt. Meine Eltern sorgten dann rechtzeitig für den Ausgleich.
Sehr geehrte Damen und Herren,

nein dies können Sie nicht. Sie berufen auf § 172 AO. Es handelt sich nicht um neue Tatsache und Beweismittel. Es hat sich nur die Rechtssprechung geändert.

Sie müßten sich auch die Konsequenzen überlegen, wenn dies möglich wäre. Dann würde man nur auf irgendeine günstige Entscheidung des BFH warten und ganz alte Bescheide herauskramen.

Wenn aber der Bescheid unter dem Vorbehalt der Änderung der Rechtsprechung ergangen ist, sieht die Angelegenheit anders aus. Dann können Sie den Bescheid ändern lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt

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