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Neue Lebensgemeinschaft


18.10.2004 16:22 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Hallo,
ich hatte mich letzte Woche schon einmal an Sie gewandt, und nun habe ich noch eine Frage.
Ich bin seit August diesen jahres geschieden und beabsichitge nun, nächsten Monat mit meinem neuen Lebenspartner zusammen zuziehen. Da ich aber dadurch den Wohnort zusammen mit meiner 4jährigen Tochter wechseln muß, muß ich auch meine Arbeit aufgeben. Nun wurde mir auf meine letzte Frage als Antwort mitgeteilt, daß ich wohl auf den Ehegattenunterhalt verzichten muß, und mein neuer Lebenspartner finanziell für mich und meine Tochter aufkommen müßte. Da wir aber strikt getrennte finanzielle Situation vereinbart haben, frgae ich mich, ob ich dagegen irgendwie angehen kann, z. B. ist ein sog. "Lebensgemeinschaftsvertrag" rechtswirksam? Oder wäre ein Girokonto sinnvoll, von dem die Miet- und Nebenkosten abgehen, wobei dann ersichtlich wäre, das jeder von uns seinen Anteil bezahlt? Ich meine, ich wäre froh, nicht mehr finanziell von meinem Ex-mann abhängig zu sein, aber solange ich keine neue Arbeit gefunden habe, bleibt mir nur das Kindergeld und den Kindesunterhalt sowie ein kleines Arbeitslosengeld, da ich nur Teilzeit gearbeitet habe. Ich möchte auch nicht, das mein neuer Lebenspartner voll für uns aufkommen muß. Wir sehen das ganze eher als Wohngemeinschaft an.
Danke fürs Beantworten.
Knetnase
Sehr geehrte Ratsuchende,

ich habe mir die Antwort auf Ihre frühere Frage noch einmal angesehen. Es liegt hier offensichtlich ein Missverständnis Ihrerseits vor.

Selbstverständlich verlieren Sie den Unterhaltsanspruch gegen Ihren geschiedenen Ehemann grundsätzlich NICHT.
Es ist auch keineswegs so, dass Ihr neuer Lebenspartner für Ihren Lebensunterhalt aufkommen muss.

Vielmehr ist es so - wie bereits in der früheren Antwort beschrieben -, dass Ihr Anspruch gegen Ihren Ex-Mann niedriger ausfallen KANN, jedoch nicht MUSS. Das hängt davon ab, ob sich Ihr Bedarf verringert. So KANN Ihr Anspruch z. B. geringer werden, wenn Ihre Wohnraumkosten durch den Umzug niederiger ausfallen als vorher.

Es müssen jedoch weder Sie, noch Ihr neuer Lebensgefährte befürchten, dass er für Ihren Unterhalt aufkommen muss. Das ist keineswegs der Fall. Eine Einstandspflicht kann sich allenfalls ergeben, wenn Sie bsp. Sozialleistungen in Anspruch nehmen würden. Dann käme es darauf an, ob Ihr Zusammenleben als eheähnliche Gemeinschaft anzusehen wäre oder nicht. Ohne eine Neuheirat ändert aber allein das Zusammenleben an Ihrem Unterhaltsanspruch nichts.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen nunmehr weiterhelfen und bestehende Unklarheiten beseitigen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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