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Neue Lebensgemeinschaft


14.10.2004 15:52 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo,
ich bin seit August diesen Jahres geschieden, und beabsichitge nun, mit meinem neuen Lebenspartner, mit dem ich seit Januar diesen jahres zusammen bin, in eine Wohnung zu ziehen. In wie weit habe ich noch Anspruch auf Ehegattenunterhalt? Mein neuer lebenspartner und ich werden als "Wohn-und Wirtschaftsgemeinschaft" geführt, d.h. wir haben getrennte finanzielle Kassen vereinbart.
Ferner muß ich durch den Umzug meine jetzige Arbeit aufgeben.
Unterhalt beinhaltet Kindes-und Ehegattenunterhalt zusammen 700€. Meine Tochter ist 4 Jahre alt. In wie weit habe ich das Anrecht auf Betreuungszeit meiner Tochter, d.h. in wie weit bin ich verpflichtet wieder einer Arbeit nachzugehen?
Bin schon etwas beunruhigt, denn wenn der Ehegattenunterhalt jetzt wegfällt und ich auch keinen verdienst mehr habe, da ich ja im Moment keine neue Arbeitsstelle habe, wovon soll ich und meine Tochter dann leben?
Vielen Dank
Knetnase
Sehr geehrte Ratsuchende,

es kann durch das Zusammenziehen mit dem neuen Partner tatsächlich zu einer Verringerung Ihres nachehelichen Unterhaltsanspruches gegen Ihren Ex-Ehemann kommen.
Dies kann aus einer Verminderung Ihrer Bedürftigkeit resultieren, wobei zu berücksichtigen wären: Wohnkostenverminderung, Fortfall des trennungsbedingten Mehrbedarfs, Versorgungsleistungen des Partners, Verweisbarkeit auf Erwerbstätigkeit.
Diese Punkte wären jeweils im Einzelfall zu prüfen und entziehen sich daher einer "Ferndiagnose".

Selbstverständlich sind Sie auch weiterhin verpflichtet, sich nach Kräften um eine zumutbare Erwerbstätigkeit zu bemühen. Dass Sie Ihre jetzige Arbeitsstelle freiwillig aufgeben, müssten Sie sich zuschreiben lassen, da Sie es aus freien Stücken tun. Um die Sicherstellung der Betreuung Ihrer Tochter müssen Sie sich selber kümmern, dies kann die Zumutbarkeit zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit grundsätzlich nicht zu Ihren Gunsten beeinflussen.

Ich darf Ihnen empfehlen, sich zur Klärung der Einzelheiten an einen Rechtsanwalt vor Ort zu wenden.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen geholfen zu haben.

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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