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Nebenkostenabrechnung nach Tod der Eltern


02.12.2014 09:16 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Für 2013 erreicht mich heute als Tochter meiner im April 2014 verstorbenen Mutter eine Nebenkostenabrechnung ihres damaligen Vermieters. Meine Mutter war verheiratet. Ihr Mann war nicht mein leiblicher Vater und er hatte mich auch nicht adoptiert. Er verstarb im Oktober 2014. Den Mietvertrag hatte sowohl meine Mutter als auch ihr Mann unterschrieben. Da beide unvermögend waren, habe ich eine Erbschaft nicht ausgeschlagen, aber auch nichts als Erbmasse erhalten. Ihren Mann habe ich mit einer Vorsorgevollmacht bis zu seinem Tod betreut und auch danach seine Beerdigung bezahlt und die besagte Wohnung aufgelöst.

Hat der Vermieter einen Anspruch gegen mich? Kann ich irgendwie vermeiden, für die Zahlung aufkommen zu müssen? Hätte der Vermieter nicht zeitnah an den später verstorbenen Mann meiner Mutter die Abrechnung erteilen müssen? Kann ich die "Erbschaft" jetzt noch ausschlagen, da ich von dieser Forderung ja erst jetzt in Kenntnis gesetzt wurde?

Danke für Ihre Einschätzung
Sehr geehrte Ratsuchende,


Sie sind Erbin Ihrer Mutter und werden insoweit - mangels Ausschlagung der Erbchaft - zahlen müssen, da der Vermieter nicht hätte vorzeitig gegen den Mann Ihrer Mutter hätte abrechnen müssen.

Sollte es weitere Miterben geben, würde ein interner Ausgleich in Betracht kommen.


Ein nachträgliches Ausschlagen der Erbschaft ist nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung nicht möglich, aber ggfs. ein Nachlassinsolvenzverfahren.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 02.12.2014 | 10:24

Vielen Dank für die Antwort.
Liege ich denn mit meiner Rechtsauffassung falsch, dass der Ehemann meiner verstorbenen Mutter alles geerbt hat? Nach seinem Tod wären doch seine Erben für seine Verpflichtungen heranzuziehen. Bitte um kurze Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.12.2014 | 10:30

Sehr geehrte Ratsuchender,


mit der Rechtsauffassung liegen Sie falsch, da auch Sie gesetzliche Erbin Ihrer Mutter sind.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

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