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Namensänderung beim Kind


29.12.2010 21:59 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich war mit einem verheiratet, der in der USA lebt verheiratet. NAch langer Freundschaft ist er nach Deutschland gekommen um mit mir hier zu wohnen und eine FAmilie zu gründen. Wir haben dann in Dänemark geheiratet und kurz darauf haben wir ein Kind bekommen. NAch dem das Kind da war ,wollte er nicht mehr hier wohnen und ist in den USA zurück gekehrt. Er war und ist nicht an die Ehe und dem Kind interessiert. Er ist einverstanden ,dass das Kind mein Mädchenname trägt.Diese liegt schriftlich vor und wurde auch vom Richter erteilt. Es hat zwei Vornamen und trägt seine FAmilienname. Ich möchte das das Kind nur ein Vorname und mein Mädchenname trägt. Nach der Geburt habe ich ein Vollmacht unterschrieben, damit mein MAnn das Kind anmelden gehen kann. Da ich auch krank war, habe ich einfach geschrieben was er mir diktiert hat. Das Standesamt lehnt aber die Änderung ab. Welche Möglichkeit hae ich diese Änderung vornehmen zu lassen? Ich waere auch an einem ANwalt interessiert , der sich mit solchen Fällen auskennt und schomn MAl so was in die Wege geleitet hat.
Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst möchte ich vorab darauf hinweisen, dass es die Möglichkeit einer Namensänderung im Gesetz zwar gibt, die jeweiligen Ausnahmen hierzu allerdings anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts nicht begutachtet werden können, da viele relevante Informationen fehlen dürften, um die Ausnahmetatbestände zu prüfen.

Diese Ausführungen sind daher sehr allgemein gehalten und können bei Vorlage weiterer Informationen bei dem von Ihnen geschilderten Falle erheblich abweichen.

Grundsätzlich ist es so, dass bei Eltern, die (noch) verheiratet sind und denselben Familiennamen haben, der gemeinsame Familienname für das Kind als Geburtsname genommen wird, § 1616 BGB. So verhält es sich auch in dem von Ihnen geschilderten Fall mit der Konsequenz, dass das gemeinsame Kind derzeit den Namen Ihres wohl noch Ehemanns trägt.

Im Regelfall soll ein Kind - auch nach der Trennung der Eltern - den einmal gewählten Namen behalten, da er wichtig für die Identifikation des Kindes und seine Zugehörigkeit ist. Hiervon existieren jedoch Ausnahmen, die im Gesetz geregelt sind, wobei diese Regelungen als abschließend und sehr restriktiv behandelt werden müssen.

Nach einer Ehescheidung ist eine Namensänderung des Kindes möglich, wenn der andere Elternteil zustimmt oder aber seine Zustimmung vom Familiengericht ersetzt wird.

Ob eine Ehescheidung vorliegt, ist Ihrem bisherigen Sachvortrag nicht zu entnehmen, so dass ich davon ausgehe, eine solche Scheidung liegt derzeit nicht vor.

Eine Namensänderung ist regelmäßig nur dann möglich, wenn sie dem Kindswohl dient.

Auch eine Anwendbarkeit des Namensänderungsgesetzes könnte in Betracht kommen. (vgl. §§ 3, 11 NÄG; http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/nam_ndg/gesamt.pdf wobei dieses subsidiär nur Anwendung finden dürfte, wenn die Vorschriften des BGB nicht eingreifen. Darüber hinaus gilt das Namensänderungsgesetz nur für deutsche Staatsangehörige oder Staatenlose, die im Inland leben. Auch dies müsste im Einzelfall geprüft werden.)

Diese von Amts wegen zu ermittelnden Umstände und Voraussetzungen der Rechtsnormen wird das jeweilige Standesamt wohl schon geprüft und als nicht gegeben angesehen haben.

Der Ablehnungsbescheid wäre hierfür maßgeblich, den Sie in einer Direkanfrage an mich oder einen anderen Kollegen mitsenden können, um hier die genauen Umstände der negativen Verbescheidung erfahren zu können. Hieraus können dann konkret die Gründe ersehen und eine weitere Anfrage vorbereitet werden, so sie denn Aussicht auf Erfolg bietet.

Sollten Sie schon rechtskräftig geschieden sein und der Kindsvater auch nicht mehr in Deutschland anwesend sein, so ist der Bescheid umso wichtiger, da regelmäßig nach einer Scheidung und Zustimmung des anderen Elternteils zur Namensänderung diesem Antrag entsprochen wird. Die konkrete Ablehnung ist daher entscheidend.

Ebenfalls in Betracht käme nach einer Scheidung der Tatbestand des § 1618 BGB, soweit sie neu geheiratet haben. Hierzu sind die gegebenen Informationen ebenfalls zu dürftig, um eine abschließende Aussage treffen zu können.

Auch das Sorgerecht kann für eine Namensänderung von Relevanz sein. Hier ist ebenfalls eine Einzelfallprüfung angesagt.

Daher stehen für Ihren Sachverhalt noch eine erhebliche Anzahl von Einzelfragen aus, um eine konkrete Aussage treffen zu können.

Ich bitte daher darum, diese Ausführungen nur als ersten Rat anzunehmen, und sich per Direktanfrage an mich oder einen Kollegen in diesem Forum oder in der Nähe Ihres Wohnortes zu wenden, der für Sie auch den notwendigen Schriftverkehr mit dem Standesamt nach Durchsicht der relevanten Unterlagen führen kann.


Ich hoffe daher, dass diese Hinweise Ihnen bei der Entscheidung der weiteren Verfahrensweise helfen können.
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