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Namensänderung bei gemeinsamen Kind


| 26.12.2008 20:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler



Ich habe mit meinem ehemaligen Lebensgefährten ein gemeinsames Kind. Vor der Geburt des Kindes habe ich auf Wunsch des Vaters gemeinsames Sorgerecht vereinbart und dem Kind seinen Familiennamen gegeben. Dies geschah im Hinblick auf eine spätere Heirat. Nun haben wir uns vor einer Woche getrennt, haben bis dato nicht geheiratet und nun trägt mein Kind einen anderen Familiennamen als ich. Ich weiß, das eigentlich eine nachträgliche Änderung des Familiennamens meines Kindes nicht möglich ist. Meine Frage jedoch ist, ob das unter den geschilderten Umständen, da ich dies ja im guten Glauben getan habe, doch noch möglich wäre.
Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Leider stehen die Chancen für eine Namensänderung des Kindes schlecht.
Eine Änderung wäre nur möglich bei Fällen sog. Scheinvaterschaft, wenn also der Mann dessen Namen das Kind trägt, nicht Vater des Kindes ist vgl. § 1617 b II BGB. Wenn Sie einen anderen Mann als den Kindesvater heiraten wollen, dann können Sie dem Kind den Ehenamen erteilen, hierfür benötigen Sie aber nach § 1618 BGB die Zustimmung des Vaters. Das Sie den Glauben hatten, es werde zu einer Heirat kommen, ist leider kein Grund für eine nachträgliche Änderung des Namens.

Ansonsten bleibt nur das Nemensänderungsgesetz und hier § 3. Es muss ein wichtiger Grund vorliegen, dass kann auch eine schwerwiegende Zerrütung zum Vater sein, allerdings nicht Ihre Trennung an sich. Diese Gründe müssen von Ihnen dargestellt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich quasi keine Möglichkeit einer Änderung, schon gar nicht gegen den Willen des Vaters.

Ich bedauere Ihnen keine günstigere Auskunft geben zu können.



Nachfrage vom Fragesteller 26.12.2008 | 20:49

Was kann man den unter schwerwiegender Zerrüttung zum Vater verstehen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.12.2008 | 18:05

Sehr geehrte Fragestellerin,

dies kann dann angenommen werden, wenn etwa der Kontakt zum Vater völlig abgebrochen ist und zwar auf Veranlassung des Vaters. Zahlt der Vater über einen längeren Zeitraum keinen Unterhalt und nimmt er keine Umgangskontakte war, so kann ein Grund gegeben sein. Leider nimmt man dies bei einer "frischen" Trennung nicht an, hier müsste man die weitere Entwicklung abwarten. Ansonsten kommt weiteres schweres Fehlverhalten, auch Ihnen gegenüber, in Betracht, wie etwa Gewalt oder Alkoholabhängigkeit. Ob Gründe ausreichen, muss dann im Einzelfall geprüft werden, der Maßstab ist eher streng.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein wenig weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht und Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 27.12.2008 | 17:59


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