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Nachzug der schwangeren Freundin (Nicht EU-Bürgerin) mit AE


11.11.2014 11:48 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag,

ich und meine brasilianische Freundin(brasilianische Staatsangehörige, wir sind NICHT verheiratet), gehen davon aus dass meine Freundin bei meinem letzten Aufenthalt in Brasilien vor zwei Wochen, von mir schwanger wurde.

Ich möchte meine Freundin nun gerne dauerhaft zu mir nach Deutschland holen, damit wir unser Kind gemeinsam in Deutschland großziehen können.Die Vaterschaft werde ich in Brasilien bereits vor der geburt anerkennen(so weit das möglich ist. Hierzu habe ich mich schon informiert wohin ich mich wenden muss).

Meine Fragen sind nun:

Kann meine Freundin schon vor der Geburt beziehend auf §28 AufenthG nach Deutschland mit einer AE einreisen um das Kind hier zur Welt zu bringen?

Außerdem habe ich gegenteilige Aussagen zur nötigen Sprachkenntniss(A1 Sprachkenntnis) gelesen. Meine Freundin hat diese Kenntnisse noch nicht, möchte die Sprachkenntnis aber hier in Deutschland erlernen. In verschiedenen Quellen habe ich gelesen dass diese Sprachkenntnisse zur Personensorge nicht notwendig seien?

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Da Sie die Vaterschaft vorgeburtlich anerkennen, erhält das Kind die deutsche Staatsangehörigkeit, § 4 Abs. 1 Satz 2 StAG.

Somit ist die Erteilung eines Visums nach § 28 Abs. 1 Nr. 3 AufenthG zwecks Personensorge eines minderjährigen ledigen Deutschen möglich. Das gilt auch für das noch ungeborene deutsche Kind mit gewöhnlichem (zukünftigen) Aufenthalt im Bundesgebiet. Die Schwangerschaft muss aber schon vorangeschritten sein oder es muss eine Risikoschwangerschaft vorliegen. Es ist in der Rechtsprechung anerkannt, dass die bevorstehende Geburt eines Kindes aufenthaltsrechtliche Vorwirkungen aus Art. 6 Abs. 1, 2 GG (Schutz von Ehe und Familie) begründet, VG Berlin vom 10.08.2006 (14 V 42.06).
Die Ausländerbehörde wird also eine Aufenthaltserlaubnis ausstellen müssen.

Sprachkenntnisse für die Aufenthaltserlaubnis braucht Ihre Freundin keine nachzuweisen. Insofern erfordert der § 28 Abs. 1 Satz 5 AufenthG nur im Fall des Ehegattennachzugs einfache deutsche Sprachkenntnisse (§ 30 Abs. 1 Nr. 2 AufenthG).

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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