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Nachzahlung für 3 Jahre Einkommensteuer


12.12.2013 12:15 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle



Ich habe seit ca. 10 Jahren eine kleine Autowerkstatt/ Firma. Mit den steuerlichen Angelegenheiten habe ich einen Steuerberater beauftragt. Nun bekomme ich vom Finazamt einen Bescheid, dass ich für die letzten 3 Jahre einen 6stelligen Betrag nachzahlen soll.
Damit ist meine Firma Konkurs.
Meine Frage: Warum habe ich einen Steuerberater ? - muß ein Steuerberater mich nicht jährlich oder vielleicht auch monatlich darauf aufmerksam machen, dass möglicherweise Nachforderungen vom Finanzamt kommen werden werden ? Ist es nicht seine Pflicht, mich zu beraten und zu betreuen, dass so etwas nicht passiert ? Kann ich einen Steuerberater in einem / meinem Fall dazu verklagen ??
Ich würde mich freuen, wenn ich dazu einige Antworten bekäme .......
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:

Sie haben einen Steuerberater beauftrag, damit diese die Ihm übertragenen Aufgaben für Sie erledigt. Es hängt jedoch jeweils von Ihrer Beauftragung ab, welchen Pflichten Ihr Steuerberater zu erfüllen hat. Selbst bei hinsichtlich einer einzelnen nicht wiederkehrenden Beauftragung und einer fortlaufenden Dauerbeauftragung sind markante Unterschiede bei den Beratungs- und Hinweispflichten des Steuerberaters zu beachten.

Zu Ihren Fragen. Es wäre allgemein anzunehmen, dass nach Ihrer Schilderung Ihr Steuerberater hier schon seit längerem für Sie tätig ist, so dass hier geschlussfolgert werden könnte, dass diesem ein erhöhtes Maß an entsprechenden Hinweisen zu aufgelaufenen Steuern und ggf. entsprechenden Nachforderungen abzuverlangen wäre.
Im konkreten Fall ist dies anhand Ihres Beratungs- und Servicevertrages mit dem Steuerberater zu prüfen. Sollte dieser ggf. eine Freistellungsklausel enthalten wäre der Bestand dieser zu überprüfen, denn soweit diese wirksam ist, könnte es passieren, dass die Haftung des Steuerberaters abgeschnitten oder beschränkt ist.

Grundsätzlich kann auch der Steuerberater bei entsprechender Fehlleistung oder gar unterlassener Hinweisstellung oder gar Vornahme steuergünstiger Maßnahmen für seinen Mandanten, diesem gegenüber in die Haftung genommen werden. Soweit dieser den Schadensregulierung nicht außergerichtlich zustimmt, können Sie diesen bei Vorliegen der Voraussetzungen auch auf Schadensersatz aus Leistungsstörung nach § 280 BGB u.a. verklagen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass meine Antworten so allgemein gehalten sind, aber anhand Ihrer Sachverhaltsangaben, ist eine genauere Prüfung des Sachverhaltes nicht möglich. Daher kann ich hier nur Tendenzen andeuten und Grundfragen darstellen.

Im Hinblick auf die doch sehr hohe Steuerschuld sollten Sie auch die Überprüfung des ergangenen Steuerbescheides in Erwägung ziehen. Aber auch hier kann ich nur auf eine genaueste Prüfung des gesamten Sachverhaltes verweisen, der dann entsprechend genauere rechtliche Bewertungen zulässt.

Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gegebenenfalls für eine weitere Interessenwahrnehmung gern zur Verfügung.

Für eine weitere Interessenwahrnehmung erreichen Sie mich unter den nachfolgenden Adressangaben.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Andreas Wehle

Wilhelmstr. 90
52070 Aachen

tel.: +49 (0)241 538 099 48
fax: +49 (0)241 538 099 489
email: info@rechtsanwalt-andreaswehle.de
web: www.rechtsanwalt-andreaswehle.de

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