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Nachnamensänderung


| 15.07.2010 12:06 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


| in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Rechtsanwälte,

bei der Geburt meines Sohnes habe ich mich als ledige Mutter dazu entschieden, dass mein Sohn den Nachnahmen des Vaters erhält. Dies wurde durch eine Vaterschaftsanerkennung seinerseits bestätigt.
Nun hat mein Sohn seinen Nachnamen, welcher, nigerianischer Abstammung ist.

Die Beziehung mit besagten Vater ist nun zu Ende. Grund: Häusliche Gewalt.

Meine Frage, kann ich als Mutter, eine Namensänderung für meinen Sohn beantragen, weil ich es psychologisch nicht ertrage, dass er seinen Namen trägt?
Ebenfalls denke ich an seine berufliche Zukunft, und er als Mischling wird es schon schwer genug haben. Aber da noch einen afrikanischen Namen tragen?
Gibt es Möglichkeiten und wenn ja welche?
MfG
15.07.2010 | 12:19

Antwort

von

Rechtsanwalt Reinhard Otto
593 Bewertungen
Guten Tag,
ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der von Ihnen dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Sie haben den Nachnamen des Kindesvaters für das Kind bestimmt; es führt daher diesen Nachnamen gemäß § 1617 a Abs. 2 BGB.

Eine Namensänderung kann gemäß § 3 NamÄndG nur durchgeführt werden, "wenn ein wichtiger Grund die Änderung rechtfertigt."

Ein solcher wichtiger Grund ist dann gegeben, wenn das schutzwürdige Interesse ihres Kindes so wesentlich ist, dass die Belange der Allgemeinheit an der Beibehaltung des bisherigen Namens zurücktreten müssen.

Es muss also das Kindesinteresse und -wohl elementar betroffen sein, wenn der bisherige Name beibehalten würde.

Dass Sie emotionell und psychisch damit Probleme haben, dass Ihr Kind den Nachnamen Ihres Expartners trägt, reicht dazu nicht aus.

Allerdings wird der Punkt, dass Ihr Kind einen in Deutschland möglicherweise ungewöhnlichen Namen trägt, der vielleicht sogar zu Diskriminierungen Anlass gibt oder diese fördern kann, wesentlich sein.

Sie sollten einen Antrag stellen und diesen mit dem Wohl Ihres Kindes und den zu erwartenden Problemen bei Beibehaltung des Namens begründen, damit der Antrag erfolgreich sein kann.

Vielleicht ist die Hilfe eines Anwaltes dabei deswegen sinnvoll, damit Sie nicht zu viele eigene emotionale Gesichtspunkte einfliessen lassen, die möglichweise zu einer Abweisung des Antrages führen können.

Falls Sie dabei auf meine Hilfe zugreifen möchten, stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Nachfrage vom Fragesteller 15.07.2010 | 12:26

Guten Tag,
vielen Dank für die prompte und aufschlussreiche Antwort.
Eine Frage habe ich dennoch, kann mein Sohn, wenn er die Rechtsfähgikeit erlangt, bzw. volljährig ist, sich selbst dazu entscheiden meinen Nachnamen anzunehmen und einen Antrag hierzu stellen? Wie wäre die Aussicht auf genehmigung?
MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.07.2010 | 12:36

Auch nach Volljährigkeit könnte Ihr Sohn also nicht einfach Ihren Nachnamen annehmen, sondern müsste genau wie Sie jetzt für ihn einen wichtigen Grund i.S.d. § 3 NamÄndG nachweisen.

Die rechtliche Problematik wäre dieselbe, lediglich die tatsächlichen Umstände wären wahrscheinlich anders.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 2010-07-15 | 12:28


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"sehr schnell und für mich aufschlussreich beantwortet. vielen Dank nochmals.mfg"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 2010-07-15
5/5.0

sehr schnell und für mich aufschlussreich beantwortet. vielen Dank nochmals.mfg


ANTWORT VON
Rechtsanwalt Reinhard Otto
Bielefeld

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