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Nachnahmelieferung angeblich nicht bezahlt - verklagt durch Spedition.


09.12.2009 11:00 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von



Hallo,

ich habe folgendes Problem/Frage:

Wir hatten im Dezember 2008 via ebay einen Geschirrspüler per Nachnahme bestellt.

Dieser wurde dann im Januar zunächst an die falsche Lieferadresse geliefert (an meinen Arbeitsplatz). Dort wurde mir bereits der Nachnahmebetrag mitgeteilt, jedoch konnte ich den Geschirrspüler nicht annehmen, da wie gesagt von uns eine andere Lieferanschrift angegeben war und diese ca. 300km von meinem Arbeitsplatz entfernt war.

Der Geschirrspüler wurde dann umgeleitet und kam dann auch bei der gewünschten Lieferadresse an. Das Nachnahmeentgelt hielten wir natürlich schon bereit. Wir haben dies dann auch dem Fahrer mitgegeben, da wir das ja per NN bestellt hatten und uns der Betrag
bei der ersten falschen Zustellung bereits mitgeteilt wurde. Bei der Übergabe war ich und meine Frau anwesend.

Nach ca. 3 Monaten kam dann plötzlich die Spedition auf uns zu und wollte das Geld nochmal kassieren, da dies beim ersten Mal nicht erfolgt sei. Wir haben uns geweigert dies nochmal zu bezahlen, da wir dies ja bereits getan haben. Natürlich hatten wir keine Quittung odgl. erhalten und selbst wenn, nach drei Monaten hätten wir diese sicher nicht aufgehoben.

Jetzt verklagt uns deren Anwalt und droht überdies - wenn wir unsere Aussage aufrecht erhalten (das wir dies bereits bezahlt haben) - mit Strafanzeige, etc.

Was sollen/können wir tun? Ich fühle mich hier regelrecht betrogen und laut Darstellung des gegnerischen Anwalts bin ich auch noch im Unrecht?

Bitte hier dringend um eine Einschätzung zur Rechtslage und ob ich bei der Klage tatsächlich verlieren würde.

09.12.2009 | 13:24

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltschilderung sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Vorliegend müssten Sie im Rahmen einer gerichtlichen Auseinandersetzung über die Frage, ob ein Anspruch der Spedition auf Zahlung des Nachnahmebetrages besteht, beweisen, dass Sie diesen bereits bezahlt haben.
Hierfür kommt Ihre Ehegattin als Zeugin in Betracht. Diesbezüglich führten Sie aus, Ihre Frau sei bei der Zahlung anwesend gewesen. So diese die Übergabe des Geldes beobachtet hat und dies entsprechend an das Gericht berichten kann, sehe ich durchaus Chancen eine gerichtliche Auseinandersetzung zu gewinnen.
Denn vorliegend spricht ein weiteres Indiz für Ihre Darstellung. Üblicherweise wird die Ware bei Nachnahmelieferungen erst nach (!) der Zahlung des geschuldeten Betrages herausgegeben. Da Sie sich im Besitz der Spülmaschine befinden, lässt dies den Rückschluss zu, dass Sie diese zuvor bezahlten.

Der angedrohten Strafanzeige des gegnerischen Rechtsanwalts können Sie, falls sich der Vorfall tatsächlich so wie geschildert abspielte, gelassen entgegen sehen.
Der guten Ordnung halber erlaube ich mir den Hinweis darauf, dass sich dieser durch das Androhen der Strafanzeige des Straftatbestandes einer versuchten Nötigung (versucht dann, wenn sie sich hierdurch nicht beeinflussen lassen) schuldig gemacht haben.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion ebenso wie für die weitere Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen gerne zur Verfügung und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt


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