Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
470.203
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nachlass meiner Eltern.


28.12.2012 14:45 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab



Wir sind 3 Geschwister.
Mein Vater ist am 5.4.2006 und meine Mutter am 7.5.2012 verstorben.
Es lag bzw. liegt kein Testament vor. Allerdings hat mir meine Mutter versichert, dass mein Vater wohl alles notiert hat wer was bekommen hat.
Meine Schwester weis angeblich nichts von so einer Aufstellung.
Noch zu Lebzeiten meines Vaters wurde von meinen Eltern meinem ältesten Sohn und meiner Schwester eine General- und Bankenvollmacht erteilt.
Diese Generalvollmacht wurde im Oktober 2009 durch meine Mutter geändert und lautet seit diesem Zeitpunkt auf meine Schwester und auf meinen Bruder.
Mein Sohn teilte mir 2001 mit, dass meine Eltern wohl im Besitz von 180.000,00 DM sind.
Bekannt wurde mir auch, dass mein Bruder zu seinem Hausbau 50.000,00 DM geliehen bekommen hat mit der Auflage, dass wenn er seine Eigentumswohnung verkauft hat das Geld wieder an meine Eltern zurück zu zahlen ist. Ob die Rückzahlung erfolgt ist kann ich nicht nachvollziehen da ich kein Bankenzugang habe.
Im Jahr 2001 hat meine Mutter von ihren Eltern (lebten in den USA) 50.000,00 $ geerbt.
Ich glaube, es war in 2003 oder 2004 bekamen wir Geschwister jeweils 15.000,00 € (bin mir hier bezgl. der Höhe des Betrages aber auch nicht mehr so sicher) geschenkt.
Mein Vater war immer sehr sparsam und hatte einen Abschöpfungsauftrag wonach immer alles was auf dem Girokonto übrig war am Monatsende auf ein Sparbuch übertragen wurde.
Jetzt nachdem auch meine Mutter verstorben ist haben mich meine Geschwister mit ca 3.700,00 € ausbezahlt.
Meine Mutter besaß auch Schmuck, über dessen Wert ich jedoch keine Angaben machen kann. Erhalten habe ich bis heute kein einziges Stück.
Ich habe einen Erbschein und habe mir in der Zwischenzeit einige Bankauszüge beschafft, die mir aber nicht sehr viel weiter geholfen haben.
Ich frage mich jetzt, was ist mit dem Geld meiner Eltern passiert und welche Ansprüche habe ich jetzt tatsächlich?
Ist Meine Schwester, die ja von Anfang an diese Generalvollmacht hatte mir gegenüber Auskunfts- und Nachweispflichtig, wie sie das Vermögen meiner Eltern verwaltet hat?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


I.

Aufgrund Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, daß Sie, Ihre Schwester und Ihr Bruder die einzigen Abkömmlinge der Letztverstorbenen, also Ihrer Mutter, sind. Wenn keine letztwillige Verfügung (Testament oder Erbvertrag) vorliegt, sind Sie neben Ihren Geschwistern zu 1/3 Miterbin nach Ihrer Mutter geworden.


II.

Als Miterbin stehen Ihnen gegen Ihre Geschwister Auskunftsansprüche aufgrund folgender Gesichtspunkte zu:

- Auskunftsrechte gegen die verwaltenden Miterben

- Auskunftsrechte gegen die Erbschaftsbesitzer

1.

Da Ihr Bruder und Ihre Schwester eine General- und Bankvollmacht hatten, hatten sie nach dem Tod der Mutter den Zugriff auf den Nachlaß. Das wird man mit einer Verwaltung des Nachlasses gleichsetzen dürfen, da Sie und Ihre beiden Geschwister eine sog. ungeteilte Erbengemeinschaft bilden.

Gegenüber der Erbengemeinschaft, also auch gegenüber Ihnen, sind die Geschwister gem. § 666 BGB zur Auskunft und Rechenschaft bezüglich des Nachlasses verpflichtet.

2.

Gegen Ihre Geschwister besteht gem. § 2027 Abs. 1 BGB ein Auskunftsanspruch über den Bestand der Erbschaft und den Verbleib der Erbschaftsgegenstände, weil die Geschwister im Besitz der Erbschaft sind.

3.

Im übrigen sind die Geschwister Ihnen gegenüber gem. § 242 BGB nach dem Grundsatz von Treu und Glauben zur Auskunft verpflichtet. Dieser Anspruch ist jedoch in der Rechtsprechung und Literatur umstritten.


III.

Daraus ergibt sich, daß Ihnen das Recht zusteht, sowohl von Ihrer Schwester als auch von Ihrem Bruder zu verlangen, daß lückenlos Auskunft über den Nachlaß erteilt wird. Ferner sind die Geschwister verpflichtet, die Auskünfte durch Vorlage geeigneter Unterlagen (z. B. Kontoauszüge) zu belegen.

Insbesondere brauchen Sie sich nicht mit dem genannten Geldbetrag "abspeisen" zu lassen, zumal wohl nicht ansatzweise dargelegt worden ist, wie sich dieser Betrag errechnet.


IV.

Da es hier um sehr komplexe Ansprüche geht, rate ich Ihnen, sich mit einem Rechtsanwalt bezüglich der weiteren Aufklärung des Sachverhalts und des weiteren Vorgehens in Verbindung zu setzen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Raab, Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 57882 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Super schnelle Antwort. Gibt mir Rechtssicherheit Vielen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Rechtsanwalt Schwartmann hat unsere Anfrage (es ging um Miet- und Eigentumsrecht mit anhängigem Mahnverfahren über die Renovierungskosten für die Mieterin, welche die Wohnung stark beschädigt zurückgelassen hatte), sehr ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super 5 Sterne ...
FRAGESTELLER