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Nachlass-Verwaltung


23.12.2004 17:22 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Nachlass-Verwaltung wurde auf Gläubiger-Antrag vom Gericht angeordnet. Der Nachlass ist zahlungsunfähig,

Kann / Muss der Nachlass-Verwalter unter diesen Voraussetzungen eine Immobilie des Nachlasses auch ohne Zustimmung der Erben veräussern ? Benötigt er hierzu ggfs. einen Beschluss des Gerichtes. Kann gegen einen diesbezüglichen Beschluss Beschwerde / Klage der Erben eingereicht werden ?

Darf der Nachlass-Verwalter auch dann noch eine Immobilie des Nachlasses veräussern, wenn er zwischenzeitlich die Überschuldung des Nachlasses festgestellt hat?

Muss ein Nachlass-Verwalter auch Forderungen des Nachlasses gegen Dritte geltend machen. Muss ein Nachlass-Verwalter auch Erben in Anspruch nehmen die sich schadensersatzpflichtig gemacht haben? Benötigt er hierzu ggfs. Zustimmungen?

Ist es auch Aufgabe des Nachlass-Verwalters die Erbauseinandersetzung durchzuführen ?
Guten Abend,

der Nachlaßverwalter hat die Position des Insolvenzverwalters im Verfahren über das Vermögen lebender Personen. Seine Aufgabe ist es, die geordnete Abwicklung des Nachlasses vorzunehmen. Zum einen ist dies die Verwertung des vorhandenen Nachlasses, zum anderen ist die Einziehung von Vermögenswerten.

Hieraus ergibt sich, daß der Nachlaßverwalter nicht nur den Grundbesitz verwerten darf, es ist sogar seine Aufgabe. Einer Zustimmung hierzu bedarf er nicht, insbesondere nicht die Zustimmung der Erben. Der Nachlaßverwalter ist allein den Nachlaßgläubigern verpflichtet. Zu seinen Aufgaben gehört es natürlich auch, Forderungen gegenüber Dritten und gegenüber den Erben geltend zu machen. Hier hat er allerdings einen weiten Spielraum: er kann z.B. von der gerichtlichen Geltendmachung absehen, wenn er der Auffassung ist, daß der Anspruch zweifelhaft ist oder wirtschaftlich nicht zu verwerten ist.

Sofern der Nachlaß überschuldet ist, wird zwangsläufig mit der Tätigkeit des Verwalters die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft erfolgen. Es bleibt dann nämlich nach Verwertung und Verteilung an die Nachlaßgläubiger nichts mehr übrig. Sollte nach Abschluß des Nachlaßinsolvenzverfahrens noch Erbmasse übrig bleiben, ist es allein an den Erben, die Auseinandersetzung herbeizuführen; der Nachlaßverwalter hat dann diese Aufgabe nicht mehr.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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