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Nachbarrecht Einfriedungspflicht


| 09.08.2017 14:02 |
Preis: 37,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Guten Tag,

folgende Frage nach gemeinschaftlicher Einfriedungspflicht ( Grundstücke liegen an der gleichen Straße / Niedersachsen)

An unsere rechte Grundstückseite treffen folgende zwei Grundstücke:
1) Der rechte unmittelbare Nachbar mit seiner linken Grundstücksgrenze (für uns gilt hier Rechtseinfriedungsplicht).

2) Der übernächste Nachbar mit seiner Rückseite des Grundstücks zu unserer rechten Grundstücksgrenze.

Frage:
Gilt im Fall 2) die gemeinschaftliche Einfriedungspflicht, da es nicht der unmittelbare Nachbar ist und es sich um seine Grundstücksrückseite handelt?

Bitte Sie hierzu um Rückmeldung, vielen Dank!

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:


Zu beachten ist hier das Niedersächsisches Nachbarrechtsgesetz (NNachbG) vom 31. März 1967.

Nach § 27 Absatz 1 NNachbG gilt Folgendes:

"Grenzen bebaute oder gewerblich genutzte Grundstücke aneinander, so kann jeder Eigentümer eines solchen Grundstücks, sofern durch Einzelvereinbarung nichts anderes bestimmt ist, von den Nachbarn die Einfriedung nach folgenden Regeln verlangen:

1.
Wenn Grundstücke unmittelbar nebeneinander an derselben Straße oder an demselben Wege liegen, so hat jeder Eigentümer an der Grenze zum rechten Nachbargrundstück einzufrieden. Rechtes Nachbargrundstück ist dasjenige, das von der Straße (dem Wege) aus betrachtet rechts liegt. Dies gilt auch für Eckgrundstücke, auch für solche, die an drei Straßen oder Wege grenzen.

2.
Liegt ein Grundstück zwischen zwei Straßen oder Wegen, so ist dasjenige Grundstück rechtes Nachbargrundstück im Sinne von Nr. 1 Satz 2, welches an derjenigen Straße (demjenigen Wege) rechts liegt, an der (dem) sich der Haupteingang des Grundstückes befindet. Durch Verlegung des Haupteingangs wird die Einfriedungspflicht ohne Zustimmung des Nachbarn nicht verändert. Für Eckgrundstücke gilt Nr. 1 ohne Rücksicht auf die Lage des Haupteingangs.

3.
Wenn an einer Grenze gemäß Nr. 2 in Verbindung mit Nr. 1 beide Nachbarn einzufrieden haben, so haben sie gemeinsam einzufrieden.

4.
An Grenzen, auf die weder Nr. 1 noch Nr. 2 dieses Absatzes anwendbar ist, insbesondere an beiderseits rückwärtigen Grenzen, ist gemeinsam einzufrieden.

5.
Soweit die Grenzen mit Gebäuden besetzt sind, besteht keine Einfriedungspflicht."


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte. Fragen Sie gerne nach, wenn etwas unklar geblieben ist, damit Sie hier zufrieden aus der Beratung gehen.
Anderenfalls freue ich mich über eine positive Bewertung.


Mit freundlichen Grüßen
Karlheinz Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

Nachfrage vom Fragesteller 09.08.2017 | 15:50

Sehr geehrter Herr Roth,
danke für die schnelle Rückmeldung.

Entsprechend Ihren Ausführungen gilt also Nr. 4, gemeinschaftliche Einfriedung
Grund:
- Seine rückwärtige Grenze liegt an meiner rechten Grundstückseite und
- es ist nicht der unmittelbare Nachbar, da es das übernächste Grundstück betrifft.

Daher nochmals nachgefragt:
??? Ist es also korrekt, dass wir gemeinschaftlich einfrieden ???

Danke für Ihre Hilfe!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.08.2017 | 16:28

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Nach diesseitiger Auffassung trifft Ihre Ansicht in vollem Umfang zu.


Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

Bewertung des Fragestellers 09.08.2017 | 16:42


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