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Nach mündlichen Angebot will der Kunde nicht zahlen


16.12.2013 17:49 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Bei Streit über die mündliche Entgeltvereinbarung steht Aussage gegen Aussage, im Zweifel gilt dann das branchenübliche Entgelt.


Hallo,

ich biete handwerkliche Dienstleistungen als Freiberufler an.
Nun habe ich einem Kunden ein mündliches Pauschalangebot gemacht von Kosten 1000-1200 € ohne Material. Der Auftrag wurde mündlich erteilt und die Leistung erbracht. Nun wollte der Kunde eine zusätzliche Leistung, so dass die Rechnung sich inkl. Material nun auf rund 1400 € beläuft.
Der Kunde will diesen Betrag nun nicht zahlen und bestreitet das der Preis exkl. Material war. Der Kunde bietet max. 1000 € an und droht zusätzlich mit Anwalt und Prüfung von der Berufsgenossenschaft.
Da ich über keine betriebliche Rechtschutzversicherung verfüge, wäre ich bereit dem Kunden 1200 € anzubieten um es gütlich zu lösen. Könnte dies im Falle eines Rechtstreites mir negativ ausgelegt werden?
Kann der Kunde einfach behaupten der Vertrag sei unter anderen Voraussetzungen getroffen worden? Steht hier Aussage gegen Aussage?
Wie ist die genaue Rechtslage wenn auf einmal der Kunde nichts mehr davon wissen will was besprochen wurde?

Vorab vielen Dank für eine kurze Beratung.

Einsatz editiert am 16.12.2013 17:58:38
16.12.2013 | 18:42

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Nein, wenn Sie die € 1200 ausdrücklich als Vergleichsangebot kennzeichnen, kann das Ihnen vor Gericht nicht negativ ausgelegt werden.

Der Kunde kann das einfach behaupten, auch wenn er dann lügt. Dann steht in der Tat Aussage gegen Aussage.

Wenn der Kunde die ursprüngliche Absprache bestreitet, müssen Sie das Pauschalangebot beweisen. Gelingt Ihnen das nicht, wird das Gericht die branchenübliche Vergütung als vereinbart ansehen. Sollte diese höher sein als das Pauschalangebot, wäre es sinnvoller, gleich die branchenübliche Vergütung zu fordern.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Nachfrage vom Fragesteller 20.12.2013 | 09:53

Hallo Herr Weber,

erstmal vielen Dank für Ihre erste Einschätzung.
Leider ist es nun tatsächlich so gekommen, das die Kundin eine Anwältin eingeschaltet hat. Allerdings verstehe ich nicht die Forderung, ein Pauschalbetrag sei nicht ausgemacht gewesen, also klingt es so als würden sie eine nach Stundenabgerechnete Rechnung haben wollen, dies wäre jedoch deutlich höher.
Auf mein Vergleichsangebot wurde gar nicht reagiert.
Wer ist denn in diesem Falle in der Beweispflicht was ausgemacht wurde? Wo kann ich mich nach branchenüblicher Vergütung erkundigen?
Sollte ich auf das Schreiben der Anwältin auch mit einem Anwalt antworten? Was kostet es üblicherweise ein Schreiben von einem Anwalt aufsetzen zu lassen?

Vielen Dank für eine Antwort
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.12.2013 | 19:39

Sehr geehrter Ratsuchender,

es kann durchaus sein, dass die Gegenseite die Höhe der branchenüblichen Forderung nicht kennt und so einen Fehler macht.

Wenn die Gegenseite aber behauptet, dass ein niedrigeres Pauschalangebot gemacht und angenommen wurde, wird das Gericht versuchen, einen Vergleich zu schließen, laut dem Sie sich auf die Mitte zwischen beiden Behauptungen einigen. Da Sie € 1400 plus Material, die Gegenseite aber € 1000 inkl. Material behauptet, wird die Gegenseite wohl auf einen Vergleich im Bereich von € 1300 abzielen.

Sie müssen beweisen, dass ein Pauschalangebot in der von Ihnen genannten Höhe gemacht wurde. Die Gegenseite muß beweisen, dass es in der von dort genannten Höhe abgeschlossen wurde.

Wenn Sie die branchenübliche Vergütung fordern, müssen Sie diese beweisen. Hierbei ist ein Gutachten der Handwerkskammer entscheidend, das Gericht wird dieses dann einholen.

Da die Gegenseite bereits einen Anwalt eingeschaltet hat, sollten Sie auch einen Anwalt einschalten. Die Kosten für eine außergerichtliche Vertretung betragen laut Gesetz € 201,70, können aber individuell ausgehandelt werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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