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Nach Elternzeit: Stelle weg / Vollzeit-Vertrag / Kündigung / Abfindung


| 14.12.2012 14:12 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin



Sehr geehrte Damen und Herren RAe,

nach der Geburt meines Sohnes beantragte ich 3 Jahre Elternzeit, die am 03.02.2013 abläuft. Vor der Elternzeit bestand ein Vollzeitvertrag über 40 Stunden.

Im September diesen Jahres fand ein Gespräch zwischen mir und meinem Arbeitgeber (Ein-Mann-Firma, 1 Vollzeitangestellte, 1 Teilzeitangestellte, 1 Azubi) statt, in dem ich meine Arbeitskraft ab Februar 2013 wieder anbot. Da mein Arbeitgeber meine Stelle zwischenzeitlich neu Vollzeit besetzt hatte, bot er mir eine 12-Stunden-Stelle an.

Ende November wurde mir eine Ganztagesbetreuung in Aussicht gestellt und ich unterrichtete meinen Chef darüber, dass ich nun ab Februar in Vollzeit arbeiten kann. Dazu war er nicht bereit, da er sich eine weitere Vollzeit-Angestellte nicht leisten kann. Zwischenzeitlich wurde der Ganztagesplatz weitervergeben und ich habe einen Halbtagesplatz erhalten.

Ich vermute stark, dass mich mein Arbeitgeber betriebsbedingt kündigen möchte und die Teilzeitstelle nur diesem Zweck dienen soll.
Da ich inkl. Elternzeit 5 Jahre im Betrieb tätig bin, beträgt die Kündigungsfrist des Arbeitgebers 2 Monate.

Nun stellen sich mir folgende Fragen:

1.) Muss ich die angebotene Teilzeitstelle überhaupt annehmen?

2.) Steht mir bis zu einer evtl. Kündigung das volle Gehalt für die Vollzeitstelle zu, obwohl ich nur Teilzeit arbeite? Bisher wurde ja noch kein Teilzeitvertrag geschlossen.

3.) Kann ich mich am 04.02.2013 zur Arbeit melden und auf die Vollzeitstelle bestehen? Falls dann die Kündigung kommt, siehe 2.)?

4.) Verhängt das Arbeitsamt bei einer betriebsbedingten Kündigung eine Sperrzeit, obwohl ich um den Erhalt des Arbeitsplatzes bemüht war?

5.) Kann ich hier eine Abfindung erwarten, falls es zum Aufhebungsvertrag kommt.

Für eine Beantwortung der Fragen, mit Paragraphen-Nennung, wäre ich sehr dankbar.

Mit freundl. Grüßen





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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1.) Muss ich die angebotene Teilzeitstelle überhaupt annehmen?

Grundsätzlich muss der AG Sie zum 03.02.2013 wieder voll einstellen.

Er kann dann aber umgehend die Änderung auf Teilzeit verlangen und notfalls auch eine Änderungskündigung aussprechen.

Er kommt damit durch, wenn die Änderung durch betriebsbedingte Gründe gerechtfertigt ist.

Der AG kann Ihnen aber auch gleich ordentlich kündigen. Bei der Betriebsgröße braucht er nicht einmal einen Grund.

2.) Steht mir bis zu einer evtl. Kündigung das volle Gehalt für die Vollzeitstelle zu, obwohl ich nur Teilzeit arbeite? Bisher wurde ja noch kein Teilzeitvertrag geschlossen.

Ja, das ist korrekt.

Er kann am 03.02.2013 die Kündigung zum 30.04.2013 kündigen, § 622 BGB.

3.) Kann ich mich am 04.02.2013 zur Arbeit melden und auf die Vollzeitstelle bestehen? Falls dann die Kündigung kommt, siehe 2.)?

Ja.

4.) Verhängt das Arbeitsamt bei einer betriebsbedingten Kündigung eine Sperrzeit, obwohl ich um den Erhalt des Arbeitsplatzes bemüht war?

Nein. Eeine Sperre nach § 144 SGB 3 steht nicht zu befürchten.

5.) Kann ich hier eine Abfindung erwarten, falls es zum Aufhebungsvertrag kommt.

Es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Abfindung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Steffan Schwerin, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.12.2012 | 20:26

Vielen Dank erstmal für Ihre schnelle Beantwortung!

Laut Arbeitsvertag habe ich eine Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Monatsende.

Ist es richtig, dass ich die Kündigung am 31.01.2013 einreichen muss um zum 28.04.2013 zu kündigen, obwohl ich erst am 11.02.2013 auf der Arbeit erscheinen muss (Elternzeitende 04.02.2013, Resturlaub vor Elternzeit noch 5 Tage).

Im Voraus herzlichen Dank und ein schönes Wochenende!

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.12.2012 | 21:34

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Mit Rückkehr zur Arbeitsstelle können Sie Ihrerseits die Kündigung erklären.

Wenn Sie nur 4 Wochen Kündigungsfrist haben, kann dann auch zum 31.03. gekündigt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 14.12.2012 | 20:27


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