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Mutter zeigt mir Kind nicht mehr. Kann ich Umgang irgendwie durchsetzen?


17.12.2009 14:48 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Habe ein uneheliches Kind . Es besteht gemeinsames Sorgerecht mit der Mutter. Aufenthalt des Kindes ist bei der Mutter.

Haben vor Gericht ein Umgangsregelung getroffen, wonach ich das Kind im Rahmen eines begleitenden Umgangs zweimal in der Woche sehen darf.

Die Mutter zeigt mir seit 4 Monaten mein Kind nicht mehr. Was kann ich tun. Mein Anwalt hat beantragt, dass das Aufenthaltbestimmungsrecht auf mich übertragen und das Kind mir übertragen wird. Es passiert aber seit Wochen nichts Das Jugendamt hilft mir auch nicht. Verweist mich nur auf meinen Anwalt.

Kann ich mein Umgangsregelung ( begleitenter Umgang)rgleich irgendwie durchsetzen. Bitte helft mir.
17.12.2009 | 16:51

Antwort

von


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Am Kabutzenhof 22
18055 Rostock
Tel: 0381 25296970
Web: www.mv-recht.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:

Sie haben eine gerichtliche Regelung bzgl. des Umgangsrechtes getroffen.

Daher gehe ich davon aus, dass Sie einen familiengerichtlichen Titel in Sachen Umgangsrecht inne haben.

Notfalls kann das Umgangsrecht durch Androhung von Zwangsgeld durchgesetzt werden.

So hat das OLG Frankfurt (Az: 3 WF 210/02) in einem ähnlich gelagerten Fall einer Mutter, welche das eingeräumte Umgangsrecht des Vaters kontinuierlich missachtet hat, ein Zwangsgeld i. H. v. 3000 Euro angedroht, dies für den Fall dass sie sich weiterhin weigert, dem Vaters das Besuchsrecht einzuräumen.

Insofern ist das Anraten des Jugendamtes schon richtig, dass Sie sich an Ihren Anwalt wenden sollen.

Ist dieser bestrebt, das Aufenthaltsbestimmungsrecht auf Sie zu übertragen, ist das sicher ein Weg, den Umgang mit Ihrem Kind herzustellen.

Allerdings gibt es noch andere Wege, wie den oben aufgezeigten Weg.

Sollte noch kein Titel über den Umgang vorhanden sein, so sollte ein solcher zunächst erwirkt werden.


Im schlimmsten Fall kann vom Familiengericht sogar die Herausgabe des Kindes angeordnet werden.
Die Rechtsmittel um Ihr Recht durchzusetzen sind also vorhanden.

Vielleicht sollten Sie Ihrem Anwalt einen entsprechenden Auftrag erteilen noch andere Wege zur Zielerreichung zu beschreiten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit der Beantwortung weiterhelfen.


An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass diese Internetplattform eine eingehende, rechtliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vielmehr der ersten rechtlichen Orientierung dienen soll.
Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann das Ergebnis der juristischen Bewertung beeinflussen und sogar zu einem völlig gegensätzlichen Ergebnis führen.

Gern können Sie mich bei Rückfragen oder einer gewünschten Interessenvertretung kontaktieren.





Rechtsanwalt Mathias Drewelow
Fachanwalt für Medizinrecht

ANTWORT VON

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