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Muss man für eine volljährige Tochter Unterhalt zahlen, wenn sie sonst keine Leistungen oder Einkomm


20.10.2004 16:35 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich lebe seit 1 1/2 Jahren von meiner Frau getrennt. Sie und meine Tochter (12 Jahre) erhalten Unterhalt (durch RA geregelt) von mir.
Unsere 24 jährige Tochter hat im Juni 2004 Ihre Schul- und Berufsausbildung beendet und ist nun Arbeitssuchend. Leider bisher ohne Erfolg. Da sie mit Ihrem Freund zusammen wohnt bekommt sie auch keine Unterstützung vom SoZi. Muss ich für sie Unterhalt zahlen ? Ich bezahle schon die Krankenversicherung (250 Euro) da sie vom Arbeitsamt dort nicht gemeldet ist, da sie bisher noch nie erwerbstaetig war
20.10.2004 | 17:21

Antwort

von


9 Bewertungen

Sehr geehrter Ratsuchender,

Für ihre volljährige Tochter besteht eine Unterhaltsverpflichtung, sofern diese bedürftig ist und Sie leistungsfähig sind. Hierbei handelt es sich nicht mehr um Kindesunterhalt, da dieser mit Volljährigkeit und Abschluss einer Berufsausbildung endet.

Sofern ihre Tochter keinerlei Unterstützung durch das Sozialamt erhält, ist derzeit von Bedürftigkeit auszugehen. Es gilt jedoch der Grundsatz, dass das volljährige Kind für sich selbst verantwortlich und deshalb verpflichtet ist, seine Arbeitskraft zur Sicherstellung seines Bedarfs einzusetzen. Grundsätzlich kommt daher eine Bedürftigkeit nach Abschluss der Berufsausbildung nur bei grober Erkrankung oder Behinderung mit Arbeitsunfähigkeit in Betracht. Da insoweit beim volljährigen Kind der Grundsatz der Eigenverantwortlichkeit gilt, stellt die Gewährung von Unterhalt nach dem Gesetzeszweck die Ausnahme dar. Ihre Tochter ist daher grundsätzlich verpflichtet zur Abwendung ihrer Bedürftigkeit auch berufsfremde Tätigkeiten und Arbeiten unter der gewohnten Lebensstellung anzunehmen. Solange jedoch eine Tätigkeit nicht gefunden ist, verbleibt es bei der Unterhaltsverpflichtung.

Beim Verwandtenunterhalt gelten zum Teil andere Berechnungsgrundlagen, als beim Kindesunterhalt, beispielsweise hinsichtlich des Ihnen verbleibenden Selbstbehaltes. Während beim Kindesunterhalt ihr Selbstbehalt auf den so genannten notwendigen Selbstbehalt beschränkt bleiben kann, gilt beim Verwandtenunterhalt der so genannte angemessene Selbstbehalt.

Grundsätzlich haften beide Elternteile anteilig für den Unterhalt der gemeinsamen Kinder. Ist ein Elternteil jedoch leistungsunfähig kann die Barunterhaltspflicht (Unterhalt in Geld) jedoch allein auf einem Elternteil lasten.

Bei Kindern mit eigenem Hausstand gelten feste Bedarfssätze nach der Düsseldorfer Tabelle. Wie hoch der Unterhaltsvertrag ist richtet sich nach dem Nettoeinkommen des Barunterhaltspflichtigen.

Aus Vorgenanntem ergibt sich, dass grundsätzlich weiterhin eine Unterhaltspflicht besteht. Die genaue Höhe kann nur in Kenntnis ihres Einkommens sowie (falls doch vorhanden) der Einkünfte ihrer Tochter bestimmt werden.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen sagen,

Mit freundlichen Grüßen

Fall Brorsen
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

Braunschweig

9 Bewertungen
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