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Muss ich den Kindesunterhalt bar an die Mutter zahlen, da ich davon ausgehe das das Geld für Ihren D


29.04.2007 21:38 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger




Ich werde im August Vater mit der Mutter habe ich keinen Kontakt mehr da sie entgegen ihrer Versprechen immer noch Drogen nimmt ( waährend der Schwangerschaft z.B. Hasch und Pepp)
Wenn das Kind da ist wird ein Vaterschaftstest gemacht sollte ich der Vater sein werde ich natürlich UNterhalt zahlen.
Muss ich das Geld bar an die Mutter zahlen, da ich davon ausgehe das das Geld für Ihren Drogenkonsum draufgeht und nicht fürs Kind. Oder kann ich das auch anders regeln?
Muss ich für die Mutter auch aufkommen sie ist arbeitslos bezieht vermutlich dann Hartz 4. Ich bin verheiratet und habe bereits ein Kind (2Jahre). Das o.g. Kind enstand bei einer Affäre. Mir macht nur auch für die Zukunft des Kindes der extreme Drogenkonsum kopfzerbrechen. Was kann ich machen.
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 1167 weitere Antworten zum Thema:
30.04.2007 | 01:06

Antwort

von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger
453 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme:

Nachdem die Mutter den Kindesunterhalt im Wege der Prozessstandschaft gegen Sie im eigenen Namen geltend machen kann, werden Sie den Unterhalt auf deren Konto überweisen bzw. mangels bestehender Kontoverbindung bar auszahlen müssen, falls Sie mit ihr keine anderweitige Regelung treffen können. Weiterhin werden Sie der Kindesmutter hinsichtlich der Verwendung des Unterhalts zunächst keine Vorschriften machen können, so dass eine missbräuchliche Verwendung nicht ausgeschlossen ist. Erhärten sich allerdings die Verdachtsmomente dahingehend, dass Ihr Kind erheblich vernachlässigt wird – ernährt die Mutter das Kind beispielsweise unzureichend oder fehlt es an der notwendigen Kleidung – können Sie das Jugendamt einschalten. Überdies besteht bei der Gefährdung des Kindeswohls die Möglichkeit, das Familiengericht anzurufen, welches zur Abwendung der Gefahr nach § 1666 BGB geeignete Maßnahmen zu treffen hat.

Der Kindesmutter wird nach geltendem Recht gem. § 1615 l Abs. 1 BGB für die Dauer von sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt des Kindes ein Unterhaltsanspruch zustehen. Nach § 1615 l Abs. 2 BGB besteht weiter ein Unterhaltsanspruch bei mangelnder Erwerbstätigkeit aus Anlass der Schwangerschaft bzw. Krankheit infolge der Schwangerschaft oder Entbindung sowie dann, wenn der Mutter wegen der Pflege oder Erziehung des Kindes eine Erwerbstätigkeit unzumutbar ist. Diese Unterhaltspflicht beginnt vier Monate vor der Geburt des Kindes und endet drei Jahre danach.

Da das Kind nicht die alleinige Ursache für die Nichterwerbstätigkeit der Mutter sein muss, wird der Unterhaltsanspruch nach § 1615 I BGB unabhängig davon bestehen, dass die Kindesmutter arbeitslos ist und Leistungen nach dem SGB II bezieht. - Reicht Ihr Einkommen zur Erfüllung sämtlicher Unterhaltspflichten nicht aus, wird eine Mangelfallberechnung erforderlich sein.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin


ANTWORT VON
Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger
Frankfurt

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