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Müssen wir diese Rechnung zahlen? Und wie kommen wir aus diesem Dilemma ?


| 17.12.2015 11:06 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Rechtsanwaltsgebühren bei Erstgespräch


Sehr geehrte Anwälte,
mein Vater verstarb im September dieses Jahres. Da meine Mutter sehr verunsichert wegen des Nachlasses und nervlich überbelastet war, suchten wir einen Anwalt auf, der uns eigentlich nur beraten sollte, wie wir weiter vorgehen sollten, um die Immobilien zu übereignen.
Der Rechtsanwalt stellte uns einen Stundensatz von 250,00 €, wollte eine Aufstellung der gesamten Vermögensgegenstände, machte sich auch Notizen zu den Angaben meiner Mutter und ließ uns ein Schreiben unterzeichnen, worin allerdings in Nummer 2 steht: " sofern die gesetzlichen Gebühren nicht höher liegen."
Er war im Gespräch sichtlich bemüht, viel Zeit mit uns zu verbrauchen und es wurden kaine konkreten Lösungsvorschläge gemacht. Wir waren nach dem Gespräch noch mehr verwirrt und fühlten uns nicht ernst genommen .Daher lehnte meine Mutter eine weitere Vertretung durch den Anwalt ab, was sie diesem telefonisch mitteilte.
Dieser erwartet jetzt von uns eine schriftliche Vermögensaufstellung, um seine Rechnung zu erstellen.
Im erhaltenen Brief von besagtem Anwalt ist der letzte Satz: "Grundsätzlich erscheint daher der Ansatz der geringst möglichen Gebühr angemessen. Dies wäre somit eine 0,5 Geschäftsgebühr aus dem von Ihnen noch anzugebenden Gegenstandswert."
Laut meiner Recherchen wären dies 1756,50 €.
Dies alles für 1,25 Stunden Gespräch !!!
Stimmt das? Gibt es für uns eine Möglichkeit, diese Rechnung nicht in dieser Höhe zahlen zu müssen? Wie könne wir aus dieser Angelegenheit am besten wieder rauskommen?
Bis jetzt haben wir noch keine Aufstellung gemacht und wissen auch gar nicht, zu welchem Wert die Immobilien verkauft werden könnten, da alles schon ziemlich alt und renovierbedürftig ist.
Ich würde gern meine Mutter unterstützen, habe aber nicht sehr viel Geld als alleinerziehende Mutter mit 3 Kindern. Durch die Beerdigung meines Vaters ist das Barvermögen meiner Mutter auch weitestgehend erschöpft.
Ich hoffe, Sie können uns weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen
17.12.2015 | 12:03

Antwort

von


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Tel: 091138433062
Web: www.frischhut-recht.de
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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine Geschäftsgebühr nach §§ 13, 14 RVG, Nr. 2300 VV RVG fällt nur für eine sog. berufsspezififische außergerichtliche Tätigkeit an und zwar nur dann, wenn Sie den Anwalt beauftragt haben nach außen für Sie tätig zu werden oder an einem Vertrag mitzuwirken. Ihr diesbezügliche ausdrücklicher Auftrag ist das entscheidende Kriterium zwischen anwaltlicher Beratung und Geschäftsbesorgung, vgl. BGH RVGreport 2010, OLG Nürnberg AGS 2010, 480.

Beschränkte sich die Tätigkeit des Kollegen demgemäß lediglich auf eine bloße Beratung, so hätte der von Ihnen beauftragte Rechtsanwalt zwingend nach § 34 RVG abrechnen müssen. Hiernach hätte er gem. § 34 Abs. 1 S. 3 RVG für das Erstgespräch maximal EUR 190,00 abrechnen dürfen.

Dies gilt jedoch nicht, wenn Sie eine vom Rechtsanwaltsvergütungsgesetz abweichende Honorarvereinbarung getroffen haben. Ihren Angaben zur Folge wurde ein Stundenhonorar mit einem Stundensatz von EUR 250,00 vereinbart, soweit die gesetzlichen Gebühren nicht unterschritten werden. Da die gesetzlichen Gebühren sich hier auf EUR 190,00 belaufen dürften und das vereinbarte Stundenhonorar demgemäß nicht unterschritten wird, stehen dem Kollegen nach meiner Rechtsauffassung vorliegend die Erstattung von 1,25 Stunden zu je EUR 250,00, mithin ein Gesamtbetrag von EUR 312,50 zu.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall anwaltliche Unterstützung benötigen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit gern zur Verfügung, da meine Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Mikio Frischhut

Bewertung des Fragestellers 21.12.2015 | 07:36


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"Sehr geehrter Herr Frischhut,
vielen herzlichen Dank für die schnelle Beratung.
Sie war informativ und half uns sehr weiter.
Den Rest können wir nur abwarten.

Nochmal vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 21.12.2015
5/5.0

Sehr geehrter Herr Frischhut,
vielen herzlichen Dank für die schnelle Beratung.
Sie war informativ und half uns sehr weiter.
Den Rest können wir nur abwarten.

Nochmal vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen


ANTWORT VON

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