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Mündlicher Kaufvertrag mit Anzahlung


| 08.12.2012 12:14 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn



Hallo,
ich habe eine Secondhandboutique mit Kommissionsverkauf.
Vor einigen Wochen hatte ich Kunden, die Ware im Wert von € 200,- reservieren ließen und eine Anzahlung dafür geleistet haben. Normalerweise mache ich Reservierungen nur für 1-2 Tagen, um den Verkauf der Kommissionware nicht zu blockieren.
Diese Kunden kamen jedoch nicht wie ausgemacht, ich möchte sie aber nicht so einfach aus dem Kaufvertrag lassen.
Nun habe ich die Befürchtung;daß ich auf den Sachen sitzen bleibe und möchte gerne wissen, wie die rechtliche Situation ist und wie mit der Anzahlung verfahren werden muss, kann ich da etwas einbehalten?
Mein Schaden dabei ist, daß ich die Ware nicht anbieten und anderweitig verkaufen kann wie mit den Eigentümern vereinbart, also Umsatzverlust. Außerdem reagieren die Eigentümer verärgert, wenn die Ware so lange nicht angeboten wird.
Vielen Dank für eine relevante Antwort!

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Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Es kommt darauf an, was vereinbart wurde und inwieweit Allgmeiene Geschäftsbedingungen mit einbezogen wurden.

Wurde bereits ein Kaufvertrag geschlossen und für die Abholung sowie die Zahlung ein bestimmter Tag vereinbart, befinden sich die Käufer in Verzug (§ 286 Abs. 2 BGB).

Sie können daher den Ihnen entstandenen Schaden gemäß § 280 Abs. 1, 2 i.V.m. § 286 BGB geltend machen.

Sie können auch vom Vertrag zurücktreten und die Ware anderweitig verkaufen. Die Differenz zur Mindereinnahme ist Ihr Schaden gem. § 280 Abs. 1, 281 BGB. Die erhaltene Anzahlung haben Sie zurückzugeben (§ 346 Abs. 1 BGB).

Einfach einbehalten dürfen Sie die Anzahlung, wenn nicht durch Allgemeine Geschäftsbedingungen etwas anderes geregelt ist, nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.12.2012 | 14:00

Hallo,
danke für die schnelle Antwort.
Sollte ich die Ware nun nicht mehr anderweitig verkaufen können (da sie saisonbedingt angeboten werden muss, beläuft sich dann der Schaden auf die Gesamthöhe der Ware?
Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.12.2012 | 14:24

Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie haben natürlich eine Schadensminderungspflicht.

Es wäre zu prüfen, ob es nicht günstiger ist, die Ware zu lagern. Dann sind nur die Lagerkosten als Schaden geltend zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.12.2012 | 22:38


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FRAGESTELLER 10.12.2012 4/5.0
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