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Motorschaden Motorboot


| 28.09.2017 14:03 |
Preis: 49,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Im Juli beauftragte ich eine Werkstatt meine defekte Wasserpumpe am Einbau-Bootsmotor zu reparieren. Nachdem sich herausstellte, daß ein Teil der Wasserpumpe defekt und der Mechaniker in seinen wohlverdienten Urlaub fuhr, besorgte ich das Teil selber und wartete bis der Mechaniker Anfang August aus dem Urlaub zurückkam. Der Einbau war unkompliziert und bei der Gelegenheit wechselte der Mechaniker gleich den Zahnrieben mit Spannrolle und Keilriemen mit. Nach einem kurzen Testlauf des Motors schien alles in Ordnung zu sein. Als der Mechaniker weg war wollte ich eine Probefahrt mit dem Boot machen, der Motor startete korrekt lief aber dann relativ unrund und nahm schlecht Gas an. Nach ca. 2 Minute gab es einen lauten Knall und der Motor stand. Ich schaute nach und stelle fest, daß der Zahriemen ganz locker war. Ich rief den Mechaniker an um ihn zurück zu beordern, er konnte ja noch nicht allzu weit sein. Er kam dann auch und stellte fest die Spannrolle hätte sich gelöst und der Zahnriemen sei übergesprungen dadurch setzten die Ventile auf den Kolben auf. Nach Telefonaten mit seiner Firma wurde ein Termin vereinbart und der Zylinderkopf wurde abmontiert und in eine Werkstatt zur Reparatur gebracht. Seitdem warte ich nun bis heute auf die Reparatur angeblich fehlen noch Ersatzteile für den Zylinderkopf.

Meine Frage nun: Ist die Werkstatt in dem Fall Schadensersatzpflichtig, zumal ich mit dem Boot in Urlaub fahren wollte.
Der Motor ist ca. 17 Jahre alt und nicht mehr im Programm der Werkstatt, wenn sich keine Ersatzteile mehr besorgen lassen was dann. Das Boot muss im Oktober ins Winterlager, ohne Antrieb geht das nur mit abschleppen, wer trägt die Kosten?.
Evtl. Folgeschäden ?, Neuer Motor?.
28.09.2017 | 15:20

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es liegt nach Ihrer Schilderung nahe, dass der Mechaniker hier die Ersatzteile zumindest fahrlässig mangelhaft montiert hat und es dadurch zu dem Motorschaden gekommen ist. Die Werkstatt schuldet Ihnen dann eine Nachbesserung in Form einer mangelfreien Montage und Reparatur des Motors.

Ist der Motor nicht mehr reparabel und kein vergleichbares Ersatzgerät verfügbar, muss die Werkstatt einen neuen Motor einbauen. Dann müssen Sie sich allerdings einen Abzug neu-für-alt gefallen lassen. Sie würden also den neuen Motor nicht komplett kostenlos erhalten, sondern müssten die Wertsteigerung selbst übernehmen, da ein neuer Motor mehr wert ist als ein 17 Jahre altes Exemplar.
Auch die Kosten für das Abschleppen müsste die Werkstatt übernehmen, wenn die Reparatur nicht in angemessener Zeit erfolgt und ihr ein Verschulden für die mangelhafte Montage angelastet werden kann. Hierauf sollten Sie die Werkstatt schriftlich hinweisen, auch um etwas Druck zu machen und die Sache zu beschleunigen.

Bitte beachten Sie aber, dass Sie im Streitfalle beweisen müssten, dass der Motorschaden durch eine mangelhafte Montage der neuen Teile verursacht wurde. Gegebenenfalls kann sich der Mechaniker auch mit einem Produktfehler des eingebauten Ersatzteils entlasten - denn war dies nicht erkennbar, haftet nicht die Werkstatt, sondern der Hersteller (vgl. OLG Bamberg mit Beschluss vom 20.11.2007, Az. 5 U 183/07).
Daher sollte hier besser eine gütliche Einigung angestrebt werden, um ein langwieriges Gerichtsverfahren zu vermeiden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Bewertung des Fragestellers 30.09.2017 | 12:53


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