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Motorschaden


24.11.2008 09:06 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mit meinem PKW (Baujahr 2/2002, Premiumprodukt) folgendes Problem:

Bei 77 Tkm (Dezember 2005) wurde beim Fachhändler der PKW-Marke eine Autogasanlage verbaut.

Bei 188 Tkm (Dezember 2007) stellte sich ein Motorschaden ein (ein Auslassventil im 5. Zylinder hatte einen Riss). Ich veranlasste eine Reparatur des Schadens (u.a. alle Ventile im 5. Zylinder wechseln, Zylinderkopf schleifen). Die Reparaturkosten (Teile, Fremdleistungen – Bearbeiten des Zylinderkopfes – und Arbeitslohn) betrugen ca. 2200 Euro.

Nun, bei 242 Tkm hat der PKW wieder einen Motorschaden. Das Schadensbild scheint das Gleiche wie vor 11 Monaten zu sein (5. Zylinder defekt, vermutlich wieder ein Riss in einem Auslassventil – eine genaue Analyse des Fachhändlers steht noch aus).

Frage:

Welche Chancen habe ich auf eine Reparatur über die Sachmängelhaftung?
Kann der PKW-Hersteller in die Pflicht genommen werden (Ventile Zylinder 1-4 halten bereits seit 242 Tkm, die neu vom Hersteller gelieferten und verbauten im 5. Zylinder lediglich 11 Monate und 54 Tkm)?
Es besteht die Möglichkeit, dass der Schaden nicht mehr reparabel ist (Zylinderkopf nicht weiter abschleifbar).


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Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage gerne wie folgt beantworten:

Grundsätzlich beträgt die Gewährleistungsfrist, nach den üblicherweise geltenden Reparaturbedingungen zwölf Monate, deshalb muss die Werkstatt (Dezember 2007) auch in Ihrem Fall nachbessern.

Folgende Voraussetzungen müssen allerdings kumulativ vorliegen:
- Der Mangel an der reparierten Stelle tritt innerhalb von zwölf Monaten nach der Reparatur auf. Nach den Reparaturbedingungen muss innerhalb dieser Zeit (Gewährleistungsfrist) die Werkstatt den Mangel kostenfrei nachbessern.
- Dabei ist natürlich Voraussetzung, dass die Werkstatt durch ihre Leistung den Mangel verursacht hat und nicht der Kunde.
- Verschleißteile fallen nicht unter die Gewährleistung
- Wird der festgestellt Mangel innerhalb von zwölf Monaten gemeldet, so wahrt der Kunde den Anspruch auf Nachbesserung. Die Nachbesserung kann dann auch nach Ablauf der zwölf Monate erfolgen.
- Der Kunde muss den Mangel in der gleichen Werkstatt beheben lassen, die den Mangel auch verursacht hat.

Problematisch ist immer der Nachweis der Ursache eines Mangels. Werkstätten neigen leider oft dazu, dass sie prinzipiell jeden verursachten Schaden erst einmal von sich weisen. Werden Sie sich nicht einig, so enden solche Fälle leider oftmals vor Gericht. Dann wird man nicht darum herumkommen von einem Sachverständigen die Ursache des Schadens klären zu lassen. Die Kosten für den Sachverständigen trägt der Verlierer des Rechtsstreites. Sollten Sie sich mit der Werkstatt nicht einigen können, empfehle ich Ihnen einen Rechtsanwalt vor Ort zu beauftragen.

Richtiger Ansprechpartner hinsichtlich Ihrer Gewährleistungsansprüche ist für Sie die Werkstatt, liegt ein Materialfehler vor, muss diese Werkstatt dann den Hersteller selbst in Regress nehmen.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt


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